HIMA News Feed https://www.hima.com News from https://www.hima.com de-DE HIMA Logo https://www.hima.com/typo3conf/ext/himatheme/Resources/Public/Images/favicon.png https://www.hima.com/ HIMA Thu, 18 Apr 2019 18:34:49 +0200 Thu, 18 Apr 2019 18:34:49 +0200 TYPO3 EXT:news news-221 Tue, 16 Apr 2019 14:10:50 +0200 HIMA erhält „Meilenstein Sicherheitstechnik“ https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/hima-erhaelt-meilenstein-sicherheitstechnik Zum 25. Jubiläum der PROCESS zeichnet die Fachzeitschrift die Top-Innovatoren der Prozessindustrie für ihre wegweisenden Entwicklungen in den vergangenen Jahrzehnten aus. HIMA wird dabei mit dem Meilenstein Sicherheitstechnik geehrt. Von Anfang 2019 bis Sommer 2020 vergibt die PROCESS 16 Meilensteine. Die Verleihung findet im Dezember in Würzburg statt. Ziel der Initiative ist es, Unternehmen vorzustellen, die durch ihre Technik Vorreiter sind und noch bis heute Impulse in der jeweiligen Disziplin setzen.

In der Begründung der PROCESS heißt es:

Sicherheit verträgt keine Kompromisse, das wissen die Spezialisten der HIMA Paul Hildebrandt GmbH aus jahrzehntelanger Erfahrung. Seit 1970 hat sich das bei Brühl in der Nähe von Mannheim ansässige Unternehmen vollständig der Anlagensicherheit verschrieben und immer wieder Maßstäbe gesetzt. Heute ist der weltweit führende Spezialist für sicherheitsgerichtete Automatisierungslösungen an 50 Standorten präsent und schafft mit seinen Safety-Lösungen für seine Kunden in der Prozessindustrie Sicherheit und Produktivität.

Sicherheit ist in der Prozessindustrie eine Sache für Spezialisten. Wer hier wie HIMA eine Spitzenposition inne hat, trägt Safety bereits in der Firmen-DNA. Seit der Einführung von Planar, dem ersten TÜV-zertifizierten Sicherheitssystems weltweit im Jahr 1970, ist die Sicherheit kritischer Prozesse die absolute Kernkompetenz der Experten aus Mannheim: Längst darf sich das Unternehmen mit Fug und Recht als den weltweit führenden Spezialisten für sicherheitsgerichtete Automatisierungslösungen bezeichnen. Die installierte Basis von 35.000 Systemen spricht eine deutliche Sprache und neun der zehn größten Gasunternehmen und zehn der zehn größten Ölraffinerieunternehmen vertrauen in puncto Sicherheit auf HIMA.

„Wir haben es geschafft, dass die Qualität unserer Produkte, das Spezialwissen unserer Mitarbeiter, unsere Serviceleistungen und das Renommee bei unseren Kunden von keinem anderen Wettbewerber erreicht werden. Darauf können wir sehr stolz sein,“ betont Steffen Philipp, Geschäftsführender Gesellschafter.

Planar gibt es heute bereits in der vierten Generation und ist das einzige Safety-System weltweit, das bis Safety Integrity Level (SIL) 4 eingesetzt werden darf. Noch heute ist es weltweit in Automatisierungsprozessen immer dann die erste Wahl, wenn Anlagen ein extrem hohes Risikopotenzial für Mensch, Maschine und Umwelt bergen, wie beispielsweise Bohrinseln oder in Atomkraftwerke. Dem Dauerbrenner Planar folgten im Laufe der Jahre noch weitere Meilensteine, wie etwa 2013 das weltweit erste SIL 3 Safety System-on-Chip „HICore“, bis zum vorläufigen Höhepunkt zur Achema 2018, wo Hima, die Smart Safety Platform vorstellte, die weltweit erste Kombination aus Hardware und Software, die Funktionale Sicherheit und Cybersecurity in einem System abbildet.

 

]]>
Pressemitteilung Unternehmensnachrichten DACH
news-220 Tue, 05 Feb 2019 10:42:00 +0100 Ganzheitlicher Ansatz für eine sichere letzte Verteidigungslinie https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/ganzheitlicher-ansatz-fuer-eine-sichere-letzte-verteidigungslinie Cyberbedrohungen werden als kritisches Gefahrenpotential für alle Unternehmen erkannt. Sie rangieren laut einer aktuellen Allianz Studie mittlerweile auf Rang 2 – gleich hinter den Gefahren, die durch einen kompletten Zusammenbruch der Supply Chain entstehen – und noch vor Naturkatastrophen und ungünstigen Marktentwicklungen. Der folgende Beitrag beleuchtet, wie die Prozessindustrie einen ganzheitlichen Ansatz in der Funktionalen Sicherheit umsetzen kann, um das Risiko für Anlagen im digitalen Zeitalter zu minimieren. Die Grundüberlegung, die hinter einer sicheren letzten Verteidigungslinie steht, ist die Kombination von Safety und Security. Sowohl die Norm IEC 61511 (Funktionale Sicherheit) als auch die Norm IEC 62443 (IT-Sicherheit) empfehlen unabhängige Schutzebenen. Diese von beiden Normen geforderte Trennung der Schutzeben wird in der Security auch als „Defense in Depth“ bezeichnet (Abbildung 1). Demzufolge ist die Trennung bzw. Unabhängigkeit von Prozessleitsystem (Distributed Control System, DCS) und Systemen der Funktionalen Sicherheit (Safety Instrumented System, SIS) eine zentrale Anforderung. Sind alle Komponenten gleich gut zugänglich, so kann das gesamte System nur so stark sein, wie sein schwächstes Glied. Beim Einsatz integrierter Safety-Systeme, wenn also SIS und Standard-Automatisierungssystem auf der gleichen Plattform arbeiten, sind diese gleich gut zugänglich. Daher muss die gesamte Hard- und Software so gut geschützt werden wie die Sicherheitsfunktion. Dies bedeutet, dass das Standard-Automatisierungssystem dem gleichen Managementprozess unterzogen werden muss wie das SIS. Einfacher zu Pflegen und zugleich sicherer im Sinne der Security ist es, von Anfang an auf getrennte DCS und SIS zu setzen.

Unterschiedliche Lebenszyklen von Funktionaler und IT-Sicherheit


Eine der größten Herausforderungen beim Aufbau von Systemen ist die Zusammenführung der unterschiedlichen Lebenszyklen von Komponenten der IT, nicht sicherer Automation und der Safety-Systeme. Diese müssen in einer Weise in Einklang gebracht werden, dass Veränderungen an einer Komponente – seien es Patches, ungewollte Bedienungsfehler oder gezielte Angriffe – die Funktionalität der anderen Systeme nicht beeinflussen. Insbesondere müssen die Safety Systeme geschützt werden, da diese oftmals regulatorischen Auflagen unterliegen. Um also zu verhindern, dass Modifikationen im Rahmen des Security-Lebenszyklus (Updates nach Tagen/Wochen), die einen Einfluss auf den Lebenszyklus des funktionalen Sicherheitssystems (Updates nach Jahren) haben, müssen die beiden Bereiche zunächst entkoppelt werden.
 
Entkopplung bedeutet:

  1. Die Trennung der Systeme, die Teil der funktionalen Sicherheitslösung sind, von den restlichen Komponenten. Dies ist in den Richtlinien hierzu in IEC 61508-1, Kapitel 7.6.2.7, dargelegt.

  2. Zu gewährleisten, dass die Bauteile innerhalb der Security-Umgebung für die Funktionale Sicherheit keine regelmäßigen Security-Patches erfordern, da dies erheblichen Prüfaufwand nach sich ziehen kann. Gemäß IEC 61511 müssen alle Modifikationen, die zu einer Änderung des Verhaltens des SIS führen, geprüft werden. Es ist davon auszugehen, dass Security-Patches, die potentiell das Zeitverhalten des SIS verändern können, nach Implementierung entweder direkt am System im Feld oder an einem Testsystem, das alle verwendeten Funktionalitäten vollumfänglich prüfen kann, getestet werden müssen.

  3. Sicherzustellen, dass alle Geräte mit Schreibzugriff auf die Sicherheitslösung Teil der Security-Umgebung, in der das SIS betrieben wird, sind. Das ist vor allem die Engineeringstation. Bedienstationen können ebenfalls an das SIS angeschlossen werden. Sind diese außerhalb der Security-Umgebung, muss gewährleistet sein, dass eine Übertragung von Daten zum SIS nicht zu kritischen Situationen führt.

Security-Umgebung für Funktionale Sicherheit


Wie eine Safety-Lösung effizient Security-Anforderungen unterstützen kann, soll anhand von Abbildung 2 erläutert werden. Der Kern der Lösung ist der von HIMA entwickelte „Secure Safety Core“. Dieser umfasst die gesamte Steuerung und die zugehörigen Feldanschlüsse. Die Komponenten innerhalb dieses Kerns beinhalten Schutzmaßnahmen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die den unautorisierten Zugriff unterbindet, aber auch den Aufbau einer DMZ-Funktionalität, die z.B. den Schutz vor direktem Zugriff auf Remote IO unterbindet (RIO), oder eine Portfilterung, die lediglich konfigurierte Kommunikation zulässt (ähnlich wie bei Firewalls).

Die Kommunikation zwischen den CPUs und den Kommunikationsprozessoren (COM) wird über ein dediziertes Gateway geleitet, das vollständig von der CPU gesteuert wird. Die COM kann also lediglich Kommunikationsdaten bearbeiten und bereitstellen, jedoch niemals direkten Einfluss auf die CPU nehmen. Um mit der Außenwelt zu kommunizieren, verfügen CPU und COM jeweils über einen Ethernet-Switch. Diese Switches sind vollständig unabhängig voneinander.
 
Ein Leitsystem (Basic Process Control System, BPCS), das an einem COM-Modul angeschlossen ist, kann beispielsweise lesend und schreibend auf diese COM zugreifen. Der Zugriff auf die CPU oder an die CPU angeschlossene Geräte bleibt dem BPCS jedoch verwehrt. So ist es möglich, den spezifizierten Betrieb der einzelnen CPUs auch dann aufrechtzuerhalten, wenn ein erfolgreicher Angriff auf einen Kommunikationsprozessor durchgeführt und dieser unter die Kontrolle des Angreifers gebracht wurde. Die Sicherheitsfunktion ist somit noch voll erhalten.

Dieser Secure Safety Core ist vor den angeschlossenen Feldgeräten aufgebaut. Ein direkter Zugang zu den Feldgeräten bleibt externen Komponenten verwehrt, was dem Defense-in-Depth-Ansatz entspricht. Mittels dieser Schutzmaßnahmen wird gewährleistet, dass Sicherheitsfunktionen auch bei Angriffen aufrechterhalten werden können.
 

Secure Anbindung an die Außenwelt


Sehr oft werden mehrere Sicherheitslösungen über mehrere SIS und/oder RIO verteilt. Aus diesem Grund werden die zugehörigen Systeme im HIMA Security Environment for Functional Safety zusammengefasst. Diese folgen alle dem oben beschriebenen Ansatz des Secure Safety Core, bieten alle denselben Schutz und ermöglichen somit den securen Betrieb für zentrale wie für dezentrale Lösungen.

Typischerweise müssen Komponenten eines Systems der Funktionalen Sicherheit mit der Außenwelt kommunizieren können. Dazu sind dedizierte Kommunikationskanäle (conduits) zwischen der Plant Security Zone und der übergeordneten Zone (z.B. Automation Domain oder Information Domain) zu schaffen. Häufig verwendete Kommunikationsschnittstellen sind OPC (Open Platform Communications)-Server oder immer noch das bewährte Modbus TCP-Protokoll. Diese sind den Security-Anforderungen gemäß ausreichend zu schützen. Dies geschieht häufig durch Firewalls.
 
Durch die Funktionen des Secure Safety Core und den normgerechten Aufbau in unterschiedliche Schutzebenen (Zones and Conduits) bietet die HIMA-Sicherheitsplattform eine effektive Trennung. Diese Trennung sollte selbstverständlich gemäß IEC 62443 und dem darin beschriebenen Defense-in-Depth Ansatz in der gesamten Anlage aufgebaut werden (Abbildung 2 und 3).
 

Bestens für die Zukunft vorbereitet


Hinsichtlich des Prozessor- und Kommunikationsmoduls wird die IT-Sicherheit der HIMA-Hardware durch das Security-Zertifikat Achilles-Level 1 belegt. Dieses Zertifikat wurde vom unabhängigen kanadischen Industrial-Security-Spezialisten Wurldtech erstmals 2009 für die HIMA-Steuerung HIMax erstellt. Bei den Tests, die der Zertifizierung vorausgingen, waren CPU und COM zu keiner Zeit hinsichtlich der IT-Sicherheit beeinträchtigt. Ebenso gehört HIMA weltweit zu den ersten Unternehmen, die das neue Cyber-Security-Zertifikat vom TÜV Rheinland erhalten haben. Das Prüfunternehmen zertifizierte das Prozessor- und das HIMax-Kommunikationsmodul für SL1 gemäß der internationalen Standards IEC 62443-4-1, IEC 62443-4-2 und ISASecure EDSA 2.0.0. Dabei beschreibt der Teil -4-1 den Entwicklungsprozess und Teil -4-2 die Funktionalitäten des Produktes, das zertifiziert wird.
 

Die sichere letzte Verteidigungslinie aus einer Hand


Aus der Sicht des Anwenders ist es sinnvoll, eine durchdachte Sicherheitsumgebung aus einer Hand zu nutzen, die sowohl die Anforderungen hinsichtlich der Funktionalen Sicherheit als auch bezüglich der IT-Sicherheit berücksichtigt. HIMA hat sich dieser Herausforderung gestellt und seine Safety-Expertise aus über 45 Jahren zur weltweit ersten cybersicheren einheitlichen Sicherheitsplattform zusammengeführt, die allen Anforderungen einer sicheren letzten Verteidigungslinie gerecht wird. Das Plattformkonzept setzt sich aus flexibel miteinander kombinierbaren HIMA-Lösungen zusammen, die alle auf demselben Engineering-Tool, demselben Sicherheitskonzept, derselben Firmware und demselben Kommunikationsprotokoll basieren. Die HIMA Smart Safety Platform sorgt dafür, dass die Sicherheitsstandards in allen Anlagen nach den strengsten internationalen Normen erfüllt werden – überall auf der Welt. In ihr sind das besprochene HIMA Security Environment for Functional Safety mit dem Secure Safety Core als integrale Bestandteile enthalten und das „Defense in Depth“-Konzept wirksam umgesetzt.
 
Damit bietet HIMA eine zukunftssichere Lösung für die Prozessindustrie an, die zugleich „safe & secure“ ist, da sie sowohl die Schutzebentrennung umsetzt als auch die unterschiedlichen Lebenszyklen berücksichtigt. Unabhängig von der Komplexität und Größe der Anlage können Anwender mit der HIMA Smart Safety Platform ihre Betriebskosten senken und die Anlage produktiver betreiben. Der Anwender kann die Komplexität der funktionalen Sicherheitssysteme reduzieren und schützt sich gleichzeitig vor den wachsenden Risiken im Bereich der Cybersecurity.

]]>
Unternehmensnachrichten
news-218 Wed, 23 Jan 2019 09:00:00 +0100 HIMA und genua schließen strategische Partnerschaft im Bereich Security https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/hima-und-genua-schliessen-strategische-partnerschaft-im-bereich-security Die HIMA Paul Hildebrandt GmbH, weltweit führender unabhängiger Anbieter smarter Safety-Lösungen für die Industrie, und die genua GmbH, Spezialist für IT-Sicherheit, haben eine strategische Partnerschaft im Bereich Automation Security vereinbart. Die Partner bieten gemeinsam IT-Sicherheitslösungen für die Prozess- und Bahnindustrie, die höchste Safety- & Security-Standards erfüllen. Schwerpunkte sind die sichere Fernwartung von Maschinen und Anlagen, die verschlüsselte Kommunikation via Internet sowie die Kontrolle von Industrieprotokollen an kritischen Netzwerk-Schnittstellen. Im Zuge der Digitalisierung wachsen die Themen Safety und Security immer weiter zusammen. Durch die Kombination des Know-hows der „Best in Class“-Anbieter HIMA und genua entstehen für Industriekunden zahlreiche Vorteile. Während global mehr als 35.000 TÜV-zertifizierte Sicherheitssysteme von HIMA im Einsatz sind, sorgt genua mit verschiedenen Lösungen in der Industrie und bei Behörden für zuverlässige IT-Sicherheit in sensiblen Bereichen.

Die Hard- und Software-Lösungen von genua ergänzen HIMAs Portfolio im Bereich Security wirksam und sinnvoll. Im Fokus der Partnerschaft stehen die sichere Anbindung mobiler Mitarbeiter, die verschlüsselte Kommunikation via Internet, Schnittstellenkontrolle und interne Netzwerk-Segmentierung mit Firewalls sowie die Vernetzung hochkritischer Anlagen mit Datendioden. „Unsere Kunden werden von ‚Cutting Edge‘-Lösungen profitieren, die höchsten Ansprüchen in punkto Safety und Security genügen“, sagt Dr. Alexander Horch, Vice President Research, Development & Product Management bei HIMA.

Die genua GmbH ist ein deutscher Spezialist für IT-Sicherheit und gehört seit 2015 zur Bundesdruckerei-Gruppe. Die IT-Sicherheitslösungen entwickelt und produziert das Unternehmen in Deutschland. Die hohe Produktqualität belegen regelmäßige Zertifizierungen und Zulassungen durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Matthias Ochs, Geschäftsführer von genua: „Durch das kombinierte Know-how von HIMA und genua können wir der Prozess- und Bahnindustrie sowie Energieerzeugern passgenaue IT-Sicherheitslösungen und umfassenden Services anbieten. Wir sehen hier großes Potential und freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Die Lösung genubox ermöglicht beispielsweise hochsichere Fernwartungs-Zugriffe auf Maschinen und Anlagen an nahezu jedem Ort. Dazu wird die robuste Appliance einfach an den Systemen installiert, die vom Hersteller oder einem Dienstleister per Fernzugriff überwacht und betreut werden sollen. Im Wartungsfall sorgt die genubox hier für Sicherheit: Sie baut eine verschlüsselte und authentisierte Verbindung für die Datenübertragung auf und beschränkt mit ihrer Firewall-Funktion den externen Zugriff ausschließlich auf das betreute System – andere sensible Netzbereiche beim Kunden sind somit über den Wartungszugang nicht erreichbar.

]]>
Öl & Gas Chemie / Petrochemie Energie Bahn Weitere Industrien Cyber Security Unternehmensnachrichten Pressemitteilung Naher Osten China Europa & Afrika DACH Asien-Pazifik Amerika
news-216 Mon, 26 Nov 2018 13:00:37 +0100 Flexible Stellwerklösung mit HIMA-Technik sichert Rangier-Kreuzung in der französischen Schweiz https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/flexible-stellwerkloesung-mit-hima-technik-sichert-rangier-kreuzung-in-der-franzoesischen-schweiz BÄR Bahnsicherung AG setzt erstmals modernes CENELEC SIL4 Stellwerk auf Basis von Commercial-off-the-Shelf (COTS) Sicherheitssteuerungen von HIMA auf Bahnstrecke im Kanton Jura ein. Die BÄR Bahnsicherung AG setzt auf der Strecke Le Noirmont – La Chaux-de-Fonds in der französischen Schweiz erstmals das neue elektronische Stellwerk Eurolocking auf Basis von HIMA-Sicherheitssteuerungen ein. Dieses erfüllt SIL4 nach CENELEC-Normen und kann am Bahnhof Bellevue bei dem Schweizer Transportunternehmen Les Chemins de fer du Jura seine hohe Integrations- und Leistungsfähigkeit sowie seine kompakte Bauweise in der Praxis beweisen.

Bei Bellevue handelt es sich um eine Kreuzungsstation mit zwei Anschlussgleisen, die ein erhöhtes Rangieraufkommen aufweist und daher mit gesicherten Rangierfahrstraßen umgesetzt wird. Herausforderungen bei der Projektumsetzung waren die Anbindung des Stellwerks an das vorhandene Leitsystem sowie die Implementierung der Schnittstelle zu den bestehenden Nachbarstellwerken, die mit der bei Schweizer Bahnen weit verbreiteten Blockschnittstelle TMN 840/841 realisiert wurde.

Einfache Integration aller Elemente


Elementarer Bestandteil der Eurolocking-Lösung ist der Einsatz von SIL4 zertifizierten, speicherprogrammierbaren HIMax-Steuerungen als Hauptrechner. Durch die Verwendung eines standardisierten COTS-Safety-Systems ist es möglich, einfach verschiedene Komponenten zu integrieren. Beispielsweise konnte Bär in Zusammenarbeit mit der Firma Frauscher Sensortechnik den Systembus und die Schnittstellen problemlos in die standardisierten HIMA-Systeme einbinden. Auf dieser Basis war eine einheitliche Anbindung aller Feldelemente möglich. Ein weiterer Vorteil: Durch die einfache Integration konnte Bär ein kompaktes Stellwerk entwickeln und massiv Platz sparen.

Verfügbarkeit ist bei einem Stellwerk besonders wichtig. Als Plug-&-Play­System mit Hot­Swap­Funktionalität ermöglicht die HIMax-Steuerung einen schnellen Austausch von Komponenten sowie Systemanpassungen bei laufendem Betrieb. In den Sub­Systemen kommen die kleineren HIMatrix-Steuerungen zum Einsatz, die ebenfalls höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen, aber für eine geringere Anzahl an Eingabe-/Ausgabepunkten (E/As) ausgelegt sind. Gerade in dezentralen, zeitkritischen Anwendungen bringen diese kompakten, leistungsstarken Geräte ihre Stärken zum Tragen.
 

Das Ergebnis


Die Endmontage der Anlage am Bahnhof Bellevue wurde im Juni 2018 abgeschlossen und per 14. September 2018 der Testbetrieb aufgenommen. Aufgrund der Zusammenarbeit mit HIMA konnte BÄR Bahnsicherung auf ein Netzwerk zurückgreifen, welches eine solide Basis für Neuentwicklungen ermöglicht. Auf derselben Plattform basierende Stellwerklösungen sind auch bei den niederländischen Staatsbahnen sowie bei der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) durch die Firma MOVARES bereits umgesetzt.

Durch die Verwendung von Standardsteuerungstechnik von HIMA ist ein Stellwerk entstanden, das die geltenden Industriestandards (CENELEC) erfüllt, geringe Lebenszykluskosten und optimale Integrierbarkeit als Stand-alone-Lösung bietet sowie für die Linienanwendungen geeignet ist. Die standardisierte Kommunikation und Programmierung der HIMatrix erleichtern die Handhabung und Integration der Steuerungen in das bestehende System. Modularität und Skalierbarkeit ermöglichen die optimale Anpassung an die Bedürfnisse der Applikation und machen die Stellwerklösung zukunftssicher.

„Bei der Entwicklung des elektronischen Stellwerks Eurolocking war uns die einfache Integration von Komponenten verschiedener Hersteller besonders wichtig. Der Einsatz einer HIMA-Sicherheitssteuerung als offenes Safety-System hat dabei alle unsere Erwartungen erfüllt“, sagt Beat Fehr, Managing Partner und Head of Sales bei der BÄR Bahnsicherung AG. „Dank der COTS-Lösung von HIMA war es uns möglich, ein hoch flexibles und skalierbares sowie kosteneffizientes Produkt zu entwickeln.“

]]>
Bahn Referenzen DACH
news-214 Thu, 25 Oct 2018 13:04:03 +0200 HIMA behauptet sich in schwierigem Marktumfeld https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/hima-behauptet-sich-in-schwierigem-marktumfeld Die HIMA-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 123 Mio. Euro erzielt und bewegt sich damit auf Vorjahresniveau. Die Verkaufserlöse gingen zwar aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen in der Prozessindustrie, insbesondere im Öl- und Gasbereich, im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (-2,3 Prozent), der Auftragseingang konnte aber um 5,3 Prozent gesteigert werden. Während HIMA im Segment Process mit der Investitionszurückhaltung der Branche zu kämpfen hatte, verzeichnete der Safety-Spezialist im Bahngeschäft ein zweistelliges Wachstum.
  • 123 Mio. Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2017
  • Hoher Auftragseingang trotz Zurückhaltung im Öl- und Gasmarkt
  • Rail-Segment mit dynamischem Wachstum

  • „Der Rohölpreis hat sich im Vergleich zu den Vorjahren etwas erholt, dennoch war 2017 noch immer eine Investitionszurückhaltung der erdölfördernden Unternehmen zu beobachten. Das hatte auch Auswirkungen auf unser Geschäftsergebnis“, sagt Steffen Philipp, Geschäftsführender Gesellschafter der HIMA-Gruppe. „Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, uns in diesem schwierigen Umfeld zu behaupten“, so Philipp.

    Meilensteine im Segment Process
    Auch wenn sich die globale Prozessindustrie 2017 insgesamt zurückhaltend zeigte, konnte HIMA in seinem Kerngeschäft wichtige Erfolge verbuchen. Hierzu zählt unter anderem die Unterzeichnung eines langfristigen Servicevertrags durch den japanischen Ölkonzern INPEX über die Wartung der sicherheitstechnischen Systeme des Ichthys-LNG-Projekts in Australien. Ichthys ist eines der größten Energieprojekte der Welt, an dem HIMA bereits seit 2009 beteiligt ist. Die Anlagen, ausgestattet mit Brühler Sicherheitstechnologie, sind 2018 nach fast zehn Jahren Planung und Bau erfolgreich in Betrieb gegangen.

    Darüber hinaus ist HIMA neue strategische Partnerschaften eingegangen und hat mit dem Direktvertrieb in Großbritannien und Irland begonnen. Statt über einen Systemintegrator haben Kunden dort jetzt direkten Zugang zu HIMAs Lösungs- und Serviceangebot.

    Bahngeschäft boomt

    Im Rail-Segment wächst HIMA stetig weiter – 2017 erneut zweistellig. Die Commercial-off-the-Shelf (COTS) Sicherheitssteuerungen gelten inzwischen in der Bahnindustrie als etabliert und haben sich weltweit bewährt. Im abgelaufenen Jahr gelang HIMA im Bahnsegment der bisher größte Vertragsabschluss der Unternehmensgeschichte in Höhe von 1,8 Millionen Euro: Das sich in Staatsbesitz befindende Unternehmen PT Lens in Indonesien modernisierte insgesamt 25 Eisenbahnstationen mithilfe von HIMA-Technologie. Mittlerweile wurden bereits Folgeaufträge erteilt und ein langfristiger Kooperationsvertrag geschlossen. „Wir wollen das Bahngeschäft ausbauen und erwarten für die nächsten Jahre weiteres dynamisches Wachstum. Heute setzen bereits 50 Partner in über 30 Ländern unsere COTS-Systeme ein“, kommentiert Sankar Ramakrishnan, CEO der HIMA.

    Mit starken Partnern in die Zukunft
    Mit seiner 2017 vorgestellten neuen Positionierung „Smart Safety“ hat das Familienunternehmen darüber hinaus sein Profil als erster Ansprechpartner für intelligente Sicherheitslösungen noch stärker geschärft. Den Anspruch auf Technologieführerschaft unterstrich HIMA im laufenden Jahr mit der Ausrichtung von insgesamt fünf User Konferenzen auf drei Kontinenten. Die Veranstaltungen in Shanghai, Abu Dhabi, Bangkok, Dordrecht (NL) und Mannheim zählten zwischen 80 und 150 Teilnehmern. Anwender, Partner und Branchenexperten diskutierten über neue Herausforderungen wie Cybersecurity, die im Zuge der Digitalisierung entstehen, aber auch über Markttrends und zukunftsweisende Sicherheitskonzepte.

    „Im laufenden Jahr hat sich auch das Geschäftsklima in der Prozessindustrie deutlich aufgehellt und wir sehen, dass der eingeschlagene Weg vom Komponentenlieferanten zum Lösungsanbieter erste Früchte trägt. Der Markt für Safety und Security ist branchenübergreifend ein Wachstumsmarkt, sodass wir optimistisch in die Zukunft blicken“, erläutert HIMAs CFO Tobias Hoche. „Mit Investitionen in die digitale Infrastruktur wollen wir darüber hinaus die Grundlage für künftiges Wachstum schaffen und unsere Position an den internationalen Märkten konsequent ausbauen“, ergänzt er.

    ]]>
    Pressemitteilung Unternehmensnachrichten
    news-212 Tue, 09 Oct 2018 14:39:55 +0200 Tobias Hoche neuer Chief Financial Officer bei HIMA https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/tobias-hoche-neuer-chief-financial-officer-bei-hima Die HIMA Paul Hildebrandt GmbH hat Tobias Hoche mit Wirkung zum 1. September 2018 zum neuen Chief Financial Officer ernannt. Der 44-Jährige Diplom-Wirtschaftsingenieur und Master of Laws tritt die Nachfolge von Reinhard Seibold an und komplettiert die Geschäftsführung des Familienunternehmens. Durch seine langjährige Erfahrung in der Steuerung und Finanzierung internationaler mittelständischer Technologieunternehmen sowie in der Optimierung von Strukturen und Prozessen ist Tobias Hoche bestens für seine Aufgaben beim Safety-Spezialisten HIMA gerüstet. Nach seinem Uni-Abschluss arbeitete Tobias Hoche zunächst für sechs Jahre in der Wirtschaftsprüfung bei Deloitte & Touche. 2007 übernahm er die Funktion des Leiters Rechnungswesen und Controlling für den Bereich Optoelektronik bei Carl Zeiss, von wo aus er 2010 als kaufmännischer Leiter zu einem Unternehmen der Carl Zeiss-Sparte Halbleitertechnik wechselte. Nach weiteren Stationen als CFO hatte er zuletzt die Position des Geschäftsführers Finanzen und Produktion bei der Oeltechnik Gruppe in Waghäusel inne.

    „Mit Tobias Hoche haben wir einen Top-Finanzexperten mit jeder Menge Industrie-Erfahrung gewonnen“, kommentiert HIMAs CEO Sankar Ramakrishnan. „Mit seinem breit gefächerten Fachwissen und seiner Führungserfahrung ist er der ideale Kandidat für die Leitung unserer Finanzorganisation. Ich freue mich sehr, dass Tobias Hoche nun Teil der HIMA-Geschäftsführung wird und bin überzeugt, dass er als CFO wertvolle Impulse liefern und zur dynamischen Weiterentwicklung des Unternehmens beitragen wird.“

    ]]>
    Öl & Gas Chemie / Petrochemie Energie Bahn Weitere Industrien Pressemitteilung Unternehmensnachrichten Naher Osten China Europa & Afrika DACH Asien-Pazifik Amerika
    news-211 Thu, 30 Aug 2018 12:57:00 +0200 HIMA erhält Bestnoten bei Audit der Nachhaltigkeitsinitiative TfS der chemischen Industrie https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/hima-erhaelt-bestnoten-bei-audit-der-nachhaltigkeitsinitiative-tfs-der-chemischen-industrie Die HIMA Paul Hildebrandt GmbH hat bei dem Audit der Initiative „Together for Sustainability (TfS)“ Bestnoten erzielt. Bei TfS handelt es sich um eine Nachhaltigkeitsinitiative von führenden Unternehmen in der chemischen Industrie. Bei dem umfassenden Audit wurden in Bezug auf Nachhaltigkeit die fünf Bereiche Management, Umwelt, Gesundheit und Arbeitsschutz, Arbeit und Menschenrechte sowie Steuerung der Prozesse geprüft. Das Ergebnis: Mit einer Gesamtbewertung von 93 Prozent bzw. 186 von 200 möglichen Punkten konnte HIMA durch die Bank in allen Bereichen überzeugen. Die TfS-Initiative setzt sich für die Vereinheitlichung von Bewertungen und Audits von Lieferanten in der chemischen Industrie ein. Ziele des globalen Programms sind die verantwortungsvolle Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen sowie die Verbesserung der ökologischen und sozialen Standards bei Lieferanten. Ein zentrales Element dieses Ansatzes ist die Nachhaltigkeitsbewertung bei Audits, die von anerkannten Prüfgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen dieser persönlichen Kontrolle vor Ort werden die Standorte von Lieferanten und die dortigen Praktiken geprüft.

    Die Nachhaltigkeitsinitiative TfS wurde 2011 von den Chemieunternehmen BASF, Bayer, Evonik Industries, Henkel, Lanxess und Solvay gegründet. Seitdem sind weitere führende Unternehmen aus der chemischen Industrie der Initiative beigetreten. Der TfS-Ansatz basiert auf bewährten Verfahren und etablierten Grundsätzen wie dem United Nations Global Compact (GC) sowie der Responsible Care Global Charter. Darüber hinaus werden die Richtlinien der Internationalen Organisation für Arbeit (ILO), der Internationalen Organisation für Normung (ISO) und der amerikanischen Nichtregierungsorganisation Social Accountability International (SAI) berücksichtigt.

    ]]>
    Chemie / Petrochemie Pressemitteilung Unternehmensnachrichten DACH
    news-209 Wed, 22 Aug 2018 14:39:52 +0200 AKTOR und HIMA sichern Bahnübergänge auf Hauptlinie im Großraum Athen https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/aktor-und-hima-sichern-bahnuebergaenge-auf-hauptlinie-im-grossraum-athen Kompakte standardisierte Commercial-off-the-Shelf (COTS)-Lösungen machen die Signaltechnik auf der Strecke zwischen Athen und dem nahe gelegenen Hafen von Piräus sicherer und effektiver. Der Hafen von Piräus verfügt über eines der größten Passagierterminals in Europa. Ca. 20 Millionen Touristen nutzen jährlich diesen Hafen, und viele davon fahren mit dem Zug nach Athen. Auch schwere Güterzüge vom benachbarten Containerhafen verkehren auf dieser Linie. Die Bahnlinie zwischen Athen und Piräus hat eine Länge von acht Kilometern, und die Fahrtzeit beträgt ca. 20 Minuten.

    Für die Bahnbetreiber Hellenic Railways und Train OSE hat es oberste Priorität, dass der Zugverkehr auf dieser Strecke zuverlässig und vor allem sicher funktioniert. Da die Schranken von drei Bahnübergängen in der Vergangenheit noch manuell betrieben wurden, war eine Modernisierung der Infrastruktur angesichts des hohen Verkehrsaufkommens auf dieser Strecke zwingend erforderlich. Bei der technischen Umsetzung mussten auch die hohen Außentemperaturen mit ins Kalkül gezogen werden. Denn im Süden Griechenlands beträgt die durchschnittliche Höchsttemperatur 35°C und in den Schaltschränken entlang der Gleise können 60°C und mehr erreicht werden.

    Mit der Leitung des Modernisierungsprojekts wurde das international tätige Unternehmen AKTOR betraut. Die neuen Bahnübergänge für das ERMIS-LX-Projekt wurden mit leistungsfähigen Sicherheitssteuerungen von HIMA ausgestattet. Das Ergebnis: Umfassende Informationen zum Status der Schranken und eine erheblich verbesserte Signalsteuerung für den Schienen- und Straßenverkehr erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern ermöglichen auch eine engere Zugtaktung und damit eine gesteigerte Fahrgastkapazität.

    Keine Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter


    HIMA und AKTOR arbeiteten gemeinsam an der Konzeption der Sicherheitstechnik. Ziel war es, eine Signallösung zu entwickeln, die dem Sicherheitslevel SIL4 gemäß CENELEC entspricht und die sich direkt an den Gleisen installieren lässt. Die Lösung: moderne standardisierte HIMatrix-Sicherheitssteuerungen mit erweitertem Temperaturbereich.

    Anstelle proprietärer Technologie entschied sich AKTOR für ein COTS-System. Dies ermöglichte es dem Unternehmen, eine flexible Lösung zu entwickeln, die sich auch als Basis für künftige Projekte eignet. Die offene Architektur der HIMA-Steuerungen gewährleistet ein hohes Maß an Flexibilität für die Programmierer bei AKTOR, deren selbst entwickelte Funktionsblöcke wiederverwendet und im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung stetig weiterentwickelt werden können.

    Darüber hinaus entwickelte AKTOR das Überwachungssystem „ARTEMMIS“, das alle Daten der dezentralen Geräte an den Gleisen erfasst und deren Status in Echtzeit auf einem Monitor anzeigt. Der Stationsleiter kann über dieses System die Anweisung versenden, eine bestimmte Funktion auszuführen, z.B. in einer Notfallsituation die Schranken zu schließen.

    „Viele spezialisierte Stellwerk-Lieferanten unterstützen keine Peripheriegeräte anderer Hersteller“, erläutert Athanassios Zacharatos, Projektmanager Signaltechnik bei AKTOR. „Dies kann die Kosten ziemlich in die Höhe treiben. Und manchmal ist das System auch nicht flexibel genug, um die gewünschten Anforderungen zu realisieren. Für das ERMIS-LX-Projekt haben wir zum ersten Mal Sicherheitssteuerungen von HIMA eingesetzt. Einschließlich der Kosteneinsparungen, die wir durch die Freiheit bei der Auswahl der Peripheriegeräte-Lieferanten erzielen konnten, schätzen wir, dass wir insgesamt Einsparungen von ca. 40 Prozent erzielten konnten. Da das System CENELEC SIL4 entspricht und bereits in zahlreichen sicherheitskritischen Anwendungen erprobt ist, können wir sicher sein, dass wir eine robuste und zuverlässige Lösung installiert haben.“

    ]]>
    Bahn Referenzen Europa & Afrika
    news-205 Mon, 13 Aug 2018 13:47:10 +0200 Moderne Bahnübergänge erhöhen Sicherheit in Südafrikas Schienenverkehr https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/moderne-bahnuebergaenge-erhoehen-sicherheit-in-suedafrikas-schienenverkehr Die auf Basis von COTS-Steuerungen von HIMA entwickelte Bahnübergangslösung von ERB Technologies steigert die Sicherheit, spart Kosten und erfüllt die südafrikanischen Safety-Regularien. Bahnübergänge sind in Südafrika ein erhebliches und immer größer werdendes Risiko. In einem Bericht der Eisenbahnbehörde Railway Safety Regulator (RSR) zur „Lage der Sicherheit“ für das Jahr 2016/2017 wurde festgestellt, dass sich die Anzahl der Zwischenfälle an Bahnübergängen im Berichtszeitraum um 25 Prozent erhöht hat – dementsprechend stieg auch die Anzahl der Toten und Verletzten. Untersuchungen weisen darauf hin, dass diese Vorfälle im Wesentlichen auf nicht angepasstes Verhalten der Autofahrer und schlechte Beschilderung der Bahnübergänge zurückzuführen sind.

    Auf diese Herausforderungen reagierte ERB Technologies, ein führender Anbieter für moderne Signaltechnik, gleisnahe Technik und Kommunikationstechnik für die Bahnindustrie in Südafrika und in weiteren Ländern südlich der Sahara. ERB entwickelte in Zusammenarbeit mit führenden ausländischen Unternehmen ein modernes elektronisches Bahnübergangssystem, das die Sicherheit der Übergänge zuverlässig gewährleistet, kosteneffizient ist und die neuesten Sicherheitsvorschriften erfüllt. Dieses erfüllt die Anforderungen der südafrikanischen Norm für Bahnübergänge SANS 3000-2-2-1, die 2012 in Kraft getreten ist und die an die Anforderungen der IEC-Normen und CENELEC-Richtlinien angelehnt ist.

    ERB Technologies entscheidet sich für HIMA


    Im Gegensatz zu den meisten bestehenden Bahnübergangslösungen, die auf Relaistechnik basieren, bietet das Elektronik-basierte Design von ERB Technologies optimierte Überwachungs- und Steuerungsmöglichkeiten. Die Lösung fußt auf der HIMatrix-Sicherheitssteuerung von HIMA, die alle anwendungsspezifischen Anforderungen erfüllt. Die ERB-Lösung ist die erste in Südafrika, die eine Commercial-off-the-Shelf Sicherheitssteuerung (COTS) der Sicherheitsstufe SIL 4 nach CENELEC für die Sicherung eines Bahnübergangs einsetzt. Ein erstes Pilotprojekt wurde bereits erfolgreich umgesetzt – ein sicherer Bahnübergang im BMW-Werk in Rosslyn, Südafrika.

    Die ERB/HIMA-Lösung bietet Bahnunternehmen zahlreiche Vorteile. Es ist nicht nur kostengünstig und als COTS-System schnell verfügbar, sondern darüber hinaus entspricht die SIL-4-Zertifizierung nach CENELEC den europäischen Normen EN 50126, 50128 und 50129. Darüber hinaus hat sich die COTS-Technologie bereits in zahlreichen Anwendungen in der Bahnindustrie und anderen Branchen bewährt.

    Erhebliche Kostensenkungen durch schnelle Fehlersuche und einfache Wartung


    Bahnbetreiber profitieren von einem hohen Maß an Flexibilität und Freiheit. Denn die HIMA-Komponenten basieren auf offenen Standards und lassen sich somit problemlos an Geräte anderer Lieferanten anschließen. Die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten wird vermieden. Die Sicherheitssteuerungen sind modular, programmierbar und mit einem mittleren Ausfallabstand (MTBF) von mehr als 100 Jahren außerdem hoch zuverlässig, was erhebliche Kostensenkungen ermöglicht. Weitere Einsparungen werden dadurch erzielt, dass sich das System im Vergleich zu serviceintensiven Relais-Stationen einfacher und mit weniger Zeitaufwand warten lässt. Während des Betriebs kann die Abfolge von Ereignissen (SOE) zudem automatisch aufgezeichnet werden.

    Die Zuverlässigkeit der Lösung wird durch den robusten, vandalismusgeschützten Stahl-Schaltschrank von ERB Technologies in doppelwandiger Ausführung mit Fremdkühlung zusätzlich gesteigert.

    ]]>
    Bahn Referenzen
    news-207 Thu, 19 Jul 2018 12:24:00 +0200 InnoTrans 2018: HIMA hebt COTS-Technologie auf ein neues Level https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/innotrans-2018-hima-hebt-cots-technologie-auf-ein-neues-level Auf der diesjährigen InnoTrans in Berlin präsentiert HIMA, weltweit führender unabhängiger Anbieter smarter Safety-Lösungen, unter dem Motto „Flexible. Proven. Off the Shelf.“ zukunftszweisende Sicherheitstechnik für die Bahnindustrie. Im Zentrum des Messeauftritts in Halle 6.2, Stand 510 stehen die COTS-Steuerungen mit CENELEC SIL 4-Zulassung, die sich bereits in zahllosen Bahnprojekten weltweit etabliert haben. Aufgrund der Offenheit dieser Systeme profitieren Betreiber, Systemintegratoren und Rolling-Stock-Hersteller von maximaler Flexibilität bei der Lieferantenauswahl, langfristiger Komponenten-Verfügbarkeit und höchster Sicherheit. „Seit der InnoTrans 2016 hat sich viel getan: Denn COTS-Technologie gilt inzwischen in vielen Bahn-Anwendungen weltweit führender Endanwender und Systemintegratoren als bewährt“, sagt Sedat Sezgün, Group Vice President Business Segment Rail bei HIMA. „Auf der diesjährigen Messe zeigen zahlreiche unserer Partnerunternehmen ihre COTS-Projekte, die auf HIMA-Technologie basieren“, ergänzt er.

    HIMA gehörte zu den ersten Herstellern am Markt, die SIL4-Standard-Steuerungen gemäß CENELEC angeboten haben. Heute werden sie bereits von 50 Partnern in über 30 Ländern eingesetzt. Die Steuerungen sind Teil der „Smart Safety Plattform“, der weltweit ersten einheitlichen Lösung, die Safety und Security miteinander verbindet. Innerhalb der Plattform sind die Hard- und Software-Komponenten einheitlich aufeinander abgestimmt. Mit den COTS-Steuerungen von HIMA lassen sich Sicherheitslösungen für Stellwerke, Bahnübergänge und Schienenfahrzeuge kostengünstig, einfach und schnell realisieren. Ein weiterer Vorteil der Plattform ist ihr Höchstmaß an Security – ein entscheidender Faktor in Zeiten, in denen die Digitalisierung der Bahnindustrie weltweit voranschreitet.

    Ob zentrales oder dezentrales, redundantes oder nicht redundantes Steuerungssystem – die COTS-Komponenten von HIMA garantieren den zuverlässigen und unterbrechungsfreien Betrieb für sicherheitskritische bahntechnische Anwendungen wie elektronische Stellwerkstechnik, Bahnübergänge, sensorüberwachte Türöffnungssysteme, elektronisch gesteuerten Gleit- und Schleuderschutz, Sicherheitsfahrschalter, Fernsteuerung, sichere Zugbewegung und vieles mehr.

     

    HIMA auf der InnoTrans 2018: Halle 6.2, Stand 510

    ]]>
    DACH Bahn Pressemitteilung Events
    news-186 Tue, 03 Jul 2018 15:37:00 +0200 HIMA startet Direktvertrieb in der Schweiz https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/hima-startet-direktvertrieb-in-der-schweiz In der Schweiz haben Kunden der HIMA Paul Hildebrandt GmbH ab sofort direkten Zugang zu den Lösungen und Leistungen des Sicherheitsspezialisten. In der Vergangenheit erfolgte der Vertrieb dort über einen Handelspartner. Der Ausbau der Sales- und Service-Aktivitäten mithilfe direkter Ansprechpartner ist Teil der Strategie, die Sichtbarkeit und Bekanntheit der Marke HIMA außerhalb Deutschlands weiter zu erhöhen. Neuer lokaler Ansprechpartner ist Toni Zahner als Sales Manager Schweiz. Er berichtet an Hartmut Leistner, Vice President Region Germany, Austria and Switzerland, bei HIMA. „Die Schweiz ist ein wichtiger Markt für HIMA. Mit dem Direktvertrieb wollen wir noch näher am Kunden sein. Anwender in der Schweiz können jetzt auf kürzestem Weg auf unsere Leistungen zugreifen – angefangen von technischem Support und Service bis hin zu Schulungen, Consulting- und Beratungsleistungen. Zudem profitieren sie von kurzen Wegen und Lieferzeiten aufgrund unseres dichten Servicenetzwerks in der DACH-Region und der Nähe zu unserem Hauptsitz in Brühl“, erklärt Leistner.

    Ab sofort steht Toni Zahner, Sales Manager Schweiz, als direkter Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Er war unter anderem zehn Jahre für ABB tätig und bringt umfassende Erfahrung mit internationalen Kundenprojekten mit, vor allem aus den Bereichen Chemical sowie Oil & Gas. Vor seinem Wechsel zu HIMA arbeitete er bereits zwei Jahre lang in der Schweiz im Bereich Prozess- und Industrie-Automation eng mit dem Sicherheitsspezialisten aus Brühl zusammen. Toni Zahner verfügt nicht nur über reichlich Expertise in der Prozessautomatisierung, sondern auch über beste Marktkenntnisse in der Schweiz und in Zentral-Europa.

    ]]>
    DACH Öl & Gas Energie Chemie / Petrochemie Bahn Branchenübergreifend Pressemitteilung Unternehmensnachrichten
    news-187 Tue, 03 Jul 2018 15:00:33 +0200 HIMA-basierte Signaltechnik bringt die Straßenbahnen der Stadt Luxemburg wieder auf die Schiene https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/hima-basierte-signaltechnik-bringt-die-strassenbahnen-der-stadt-luxemburg-wieder-auf-die-schiene Nach mehr als 50 Jahren Pause hat Luxtram die Straßenbahn der Stadt Luxemburg wieder in Betrieb genommen, die vom Flughafen bis zum Geschäftsviertel Cloche d'Or fahren wird. In der ersten Phase des Projekts wurden die Signalanlagen auf der 3,5 km langen Strecke zwischen dem Konferenz- und Ausstellungszentrum Luxexpo und der Haltestelle Pont Rouge erneuert. Statt herkömmlicher N.S1-Relais setzte der Betreiber der luxemburgischen Stadtbahn dabei auf ein neues Konzept auf Basis der Commercial-off-the-Shelf (COTS) Steuerungen von HIMA, um die hohen Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und die Taktung der Straßenbahn deutlich zu erhöhen. Als die Busse in den 1960er Jahren immer beliebter wurden, ersetzten sie nach und nach die Straßenbahnen in Luxemburg Stadt. Dies führte dazu, dass dort 1964 der Straßenbahnverkehr eingestellt wurde. Die Reaktivierung des Netzes ist eine Maßnahme zur Bewältigung des hohen Berufspendleraufkommens in der Stadt, das sich nach Expertenschätzungen bis 2030 verdoppeln wird. Sicherheit hat bei dem Projekt oberste Priorität. Gleich an zweiter Stelle steht die Systemzuverlässigkeit, da zur Maximierung der Kapazität eine enge Taktung und möglichst kurze Fahrtzeiten der Straßenbahnen erforderlich sind.

    Immer mehr Systemintegratoren und Bahnbetreiber weltweit setzen auf standardisierte, offene Sicherheitssysteme, um diese Anforderungen im urbanen Nahverkehr zu erfüllen. Die Experten des französischen Bahnunternehmens Mobility arbeiteten bei der Konzeption der technologischen Lösung eng mit dem deutschen Safety-Spezialisten HIMA zusammen. Durch den Einsatz moderner COTS-Steuerungen erfüllt das eingesetzte Signalsystem die hohen Sicherheitsanforderungen.
     
    Einer der Hauptvorteile des Einsatzes von HIMA-Steuerungen ist die Möglichkeit, das gesamte Signalsystem zentral zu überwachen. Im Vergleich zu herkömmlichen Relais machen die COTS-Systeme den Straßenbahnverkehr in Luxemburg außerdem nicht nur sicherer, sondern auch wesentlich schneller. Denn ihre hohe Leistung ermöglicht es, die Zeitabstände zwischen zwei Straßenbahnen deutlich zu verkürzen. Nach Angaben des luxemburgischen Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur lag die durchschnittliche Zahl der Straßenbahnpassagiere an Wochentagen in den ersten beiden Betriebsmonaten bei rund 17.000 - mehr als doppelt so viele wie ursprünglich prognostiziert (8.400).

    Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts war der Erhalt des Stadtbilds. Durch den Einsatz der kompakten HIMA-Technologie konnte Luxtram im Gleisbereich erheblich Platz sparen: Die neuen Schaltschränke wurden in die Architektur der Haltestellen und Umsteigeplattformen integriert. An der Haltestelle LuxExpo wurde der Schaltschrank beispielsweise direkt am Gleis montiert. Auf diese Weise konnte Luxtram die erheblichen Kosten und Probleme vermeiden, die mit dem Einsatz konventioneller Technik verbunden sein können, da diese in der Regel den Bau eines ganzen Technikraums erfordert. Diese Technikräume stellen eine große Herausforderung für Stadtplaner dar, weswegen sie in dicht bebauten Gebieten oft nahe der Gleise unterirdisch angelegt werden.

    „Wir haben beim Luxtram-Projekt erstmalig HIMA-Sicherheitssteuerungen eingesetzt“, sagt Stéphane Berthet, Business Unit Manager Light Rail Signaling bei Mobility. „Wir haben uns für sie entschieden, weil sie den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen und sich bereits in zahlreichen sicherheitskritischen Anwendungen bewährt haben.“

    Luxtram konnte das eigentlich auf zwei Jahre angelegte Projekt sechs Monate früher abschließen als geplant. Die offenen, modularen COTS-Komponenten trugen dazu bei, die Lebenszykluskosten zu senken – sie waren einfach zu installieren und Software-Updates bei laufendem Betrieb sorgen dafür, dass sie immer auf dem neuesten Stand der Technik sind. „Dank der guten Zusammenarbeit mit den Safety-Spezialisten von HIMA konnten wir das Projekt zügig abschließen und ein zukunftssicheres sowie einfach zu bedienendes Signalsystem realisieren“, erklärt Berthet.

    Lesen Sie die ganze Geschichte hier: https://www.hima.com/de/unternehmen/news/artikel/nach-mehr-als-50-jahren-pause-die-tram-faehrt-wieder-mit-mobility-hima/

    ]]>
    Europa & Afrika Bahn Pressemitteilung Unternehmensnachrichten
    news-181 Mon, 02 Jul 2018 10:34:00 +0200 Frost & Sullivan zeichnet HIMA als führenden Safety-Spezialisten in der Prozessindustrie aus https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/frost-sullivan-zeichnet-hima-als-fuehrenden-safety-spezialisten-in-der-prozessindustrie-aus Bei den diesjährigen Asia Pacific Best Practices Awards von Frost & Sullivan wird HIMA für seine kontinuierliche Weiterentwicklung mit dem Growth Excellence Leadership Award in der Kategorie „Safety-Systeme in der Prozessindustrie“ ausgezeichnet. Frost & Sullivan begründete die Entscheidung damit, dass HIMA bei Großprojekten in der Region Asien-Pazifik stets technologische Führerschaft und Innovationskraft bewiesen hat. HIMA investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, um neue Lösungen für die digitale Ära anbieten zu können. Das Unternehmen ist Vordenker, sind und waren doch viele der Safety-Systeme die weltweit ersten mit TÜV-Zertifizierung. Die intelligenten HIMA-Safety-Lösungen für industrielle Anwendungen kommen in unterschiedlichen Branchen zum Einsatz, insbesondere in den Bereichen Öl und Gas, Chemie, Energie und Bahn.

    „Mit der zunehmenden Bedeutung des Industrial Internet of Things (IIoT) für die großen Hersteller von Automatisierungssystemen hat HIMA die Wichtigkeit von Security für den Schutz industrieller Anlagen erkannt. Von der Lieferung von Notabschaltsystemen (ESD) für chemische Anlagen in Malaysia bis hin zur Gewährleistung der Safety einer Gasspeicheranlage in Australien ermöglicht es das Unternehmen Endanwendern, Systeme unterschiedlicher Hersteller einzusetzen und diese mit den Systemen von HIMA zu integrieren. Das Unternehmen hat sich als unabhängiger Anbieter von Safety-Lösungen in der Prozessindustrie mit mehr als 50 Standorten weltweit etabliert, und die Marke HIMA gilt in der Prozessindustrie inzwischen als Synonym für höchste Sicherheit“, sagt Krishnan Ramanathan, Branchenanalyst für industrielle Automation und Steuerungstechnik bei Frost & Sullivan.

    HIMA nimmt außerdem eine führende Rolle bei der Mitgestaltung von Safety-Standards ein, treibt Innovationen und damit den Markt für industrielle Sicherheit in der Region Asien-Pazifik voran. Das Unternehmen arbeitet beispielsweise bereits seit 2009 am Ichthys-LNG-Projekt des japanischen Betreibers INPEX mit und hat dafür die gesamte Sicherheitstechnik geliefert – in insgesamt 430 Schaltschränken. Im laufenden Jahr unterzeichnete HIMA einen langjährigen Servicevertrag mit INPEX, der die Wartung der sicherheitstechnischen Systeme abdeckt. Beim Ichthys-Gasfeld handelt es sich um das größte in Australien entdeckte Vorkommen von flüssigen Kohlenwasser-stoffen seit mehr als 50 Jahren.
     
    „Auch 110 Jahre nach der Firmengründung sind wir mit innovativen Lösungen für das digitale Zeitalter weiterhin ein Vorreiter in der Safety-Technologie“, sagt Friedhelm Best, Vice President HIMA Asia Pacific. „Die Digitalisierung stellt völlig neue Anforderungen an Betreiber industrieller Anlagen. Benötigt werden Lösungen, die nicht nur im Ernstfall Anlagen und Mitarbeiter schützen, sondern solche, die auch effektiv Cyberangriffe abwehren und die Profitabilität der Anlagen langfristig sichern. Genau für diese Anforderungen im digitalen Zeitalter haben wir unsere smarten Safety-Lösungen entwickelt.“

    Frost & Sullivan, ein weltweit tätiges Marktforschungs- und Beratungsunternehmen, würdigt mit den jährlich ausgelobten Awards seit 2003 hervorragende Leistungen und Errungenschaften von Unternehmen in Asien. Laut Frost & Sullivan werden die Empfänger der Auszeichnungen auf der Grundlage einer eingehenden Prüfung durch die Analysten von Frost & Sullivan ausgewählt. Dabei werden eine Reihe von aktuellen Indikatoren für die Unternehmensperformance wie z.B. Umsatzwachstum, Marktanteil und Wachstum des Marktanteils, Innovationskraft sowie Marketing- und Geschäftsentwicklungsstrategie herangezogen.

    ]]>
    Asien-Pazifik Öl & Gas Energie Chemie / Petrochemie Pressemitteilung Unternehmensnachrichten
    news-184 Thu, 28 Jun 2018 10:42:07 +0200 HIMA stärkt Bereich Embedded Solutions durch neues Innovationszentrum in Kassel https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/hima-staerkt-bereich-embedded-solutions-durch-neues-innovationszentrum-in-kassel Die HIMA Paul Hildebrandt GmbH hat am 27. Juni ein neues Innovations- und Entwicklungszentrum in Kassel eröffnet. Unter der Leitung von Dr. Stefan Gölz, Director Technology Embedded Solutions bei HIMA, arbeitet dort nun ein achtköpfiges Team daran, neue Safety-Lösungen auf Basis der eigenen Chip-Technologie zu entwickeln. Mit der Standorteröffnung in Kassel baut HIMA darüber hinaus die Möglichkeiten im Segment Embedded Solutions substantiell aus und stärkt seine Innovationsführerschaft für Sicherheitstechnologie. Embedded Solutions ist ein Geschäftssegment des Sicherheitsspezialisten HIMA, das sich auf die Entwicklung miniaturisierter Safety-Lösungen spezialisiert hat. Kern des Geschäfts ist die HICore-Technologie. Dabei handelt es sich um ein Safety-System-on-Chip, das sich optimal dort einsetzen lässt, wo höchste Sicherheit benötigt wird, der Platzbedarf aber nur minimal sein darf. Dazu zählen unter anderem die Bereiche Antriebstechnik, Logistik, Medizintechnik, Energiewirtschaft, Robotik und Home Care. Unternehmen, die HIMAs Embedded-Lösungen implementieren, profitieren von einer maßgeschneiderten Sicherheitstechnologie auf kleinstem Raum.
     
    Die Ansiedlung des HIMA-Entwicklungszentrums im Technologie- und Gründerzentrum (FiDT) Kassel bietet nicht nur beste Anbindungen an Innovations-Netzwerke der Region, sondern auch an weitere Innovations-Zentren in Deutschland. Darüber hinaus ist mit den örtlichen Tagungs- und Besprechungsräumen sowie der guten Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr eine optimale Infrastruktur gegeben.

    Bei der Eröffnung des neuen Standorts sagte Steffen Philipp, Geschäftsführender Gesellschafter bei HIMA: „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, das Innovationszentrum zu gründen. Wir erwarten uns dadurch eine deutliche Stärkung unseres jungen Geschäftsbereichs Embedded Solutions.“ Dr. Stefan Gölz fügte hinzu: „Alle Teammitglieder bringen Erfahrung in der Funktionalen Sicherheit im Embedded-Bereich mit. Zudem waren sie über unsere langjährige Kooperation mit der Universität Kassel bereits in diverse Entwicklungsprojekte bei HIMA eingebunden.“

    ]]>
    DACH Embedded Solutions Pressemitteilung Unternehmensnachrichten
    news-178 Tue, 15 May 2018 15:27:12 +0200 HIMA ernennt Fabio Lodigiani zum Group Vice President Safety Services https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/hima-ernennt-fabio-lodigiani-zum-group-vice-president-safety-services Die HIMA Paul Hildebrandt GmbH hat Fabio Lodigiani zum Leiter des Segments Safety Services ernannt. Als Group Vice President Safety Services verantwortet und koordiniert Lodigiani die weltweiten Service-Aktivitäten des Unternehmens. In dem neu aufgestellten Segment Safety Services werden Lifecycle Management und Services von HIMA zentral gebündelt. Ziel ist es, das Service-Angebot durch personelle und strukturelle Aufwertung weiter auszubauen, klarer nach außen zu kommunizieren sowie innovative Services zu entwickeln. Lodigiani berichtet direkt an Sankar Ramakrishnan, CEO der HIMA-Gruppe. Fabio Paolo Lodigiani absolvierte ein Studium als Elektronikingenieur an der polytechnischen Universität in Mailand. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er zunächst für verschiedene Hersteller aus den Bereichen Automatisierung sowie Soft- und Hardware in Italien. Im Anschluss bekleidete Lodigiani über einen Zeitraum von sechs Jahren operative und strategische Führungspositionen im Vertrieb bei E.ON Energie in Mailand. Schließlich war er neun Jahre lang in verschiedenen Führungspositionen in der Vertriebsorganisation des führenden Kabelherstellers nkt cables tätig. Zuletzt trug er dort als Senior Vice President Asset Management weltweite Verantwortung für Onshore- und Offshore-Dienstleistungen für Hochspannungsanlagen.

    „Mit Fabio Lodigiani haben wir eine Top-Führungskraft für unser Segment Safety Services gewonnen. Er bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung aus Vertrieb und Betreuung internationaler Großkunden mit. Als Experte für den Energiesektor sowie die Öl- und Gasindustrie ist er genau der richtige Mann, um das Geschäft mit Dienstleistungen weiterzuentwickeln und weltweit voranzutreiben“, kommentiert Ramakrishnan. „Maßgeschneiderte Serviceleistungen werden zu einem immer wichtigeren Unterscheidungsmerkmal im globalen Wettbewerb. Mit über 40 Jahren Safety-Erfahrung und einer 110-jährigen Firmengeschichte verfügt HIMA über unschätzbares Wissen und einzigartige Expertise. Bereits heute bieten wir eine Fülle an Dienstleitungen in den Bereichen Beratung, Service und Maintenance an. Mit der neu geschaffenen Position wollen wir unseren exzellenten Service global bündeln und noch klarer am Markt positionieren.“

    ]]>
    Naher Osten China Europa & Afrika DACH Asien-Pazifik Amerika Öl & Gas Energie Chemie / Petrochemie Bahn Weitere Industrien Pressemitteilung Unternehmensnachrichten
    news-177 Mon, 14 May 2018 14:54:02 +0200 Nach mehr als 50 Jahren Pause: Die Tram fährt wieder – mit Mobility & HIMA! https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/nach-mehr-als-50-jahren-pause-die-tram-faehrt-wieder-mit-mobility-hima Kompakte Commercial-off-the-Shelf (COTS) Lösungen machen die Signaltechnik der Luxemburger Stadt-Straßenbahn fit für die Zukunft. Zwischen 1875 und 1964 verkehrten in der Hauptstadt des Kleinstaates Luxemburg Straßenbahnen und sorgten für die Personenbeförderung. Dann wurden sie stillgelegt. Seit letztem Jahr fährt die Tram nun wieder. Am 10. Dezember 2017 weihte der Betreiber Luxtram – deutlich schneller als geplant – die erste Teilstrecke ein. Auf einem 3,5 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Luxexpo und Pont Rouge wurden acht Haltestellen in Betrieb genommen, darunter zwei Umsteigeplattformen. Im Zuge der Modernisierung wurden die Signalsysteme entlang der Strecke durch die Firma Mobility erneuert und mit leistungsstarken Sicherheitssteuerungen von HIMA ausgestattet. Das Ergebnis: Luxtram konnte die Taktung und damit die Kapazität der Tram deutlich erhöhen.

    Moderne Sicherheitstechnik

    Bis 2030 wird sich die Anzahl von Berufspendlern in Luxemburg im Vergleich zu heute verdoppeln, so schätzen Experten. Die Reaktivierung der Straßenbahnstrecken ist eine Maßnahme, um das hohe Aufkommen zu bewältigen. Damit die Tram ihren Betrieb wieder aufnehmen konnte, beauftragte Luxtram den lokalen Systemintegrator Mobility mit der Aufgabe, zukunftsfähige SIL4-Sicherheitstechnik in die Signalsysteme entlang der Strecke und im zentralen Depot zu implementieren. Mobility setzte statt eines Systems mit konventioneller N.S1-Relais eine platzsparende Lösung auf Basis von speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) von HIMA ein. Gleichzeitig sollte die Taktung der Trams deutlich erhöht werden, um die Anzahl der beförderten Personen zu steigern und die Tram langfristig zukunftsfähig zu machen.

    Die Experten von Mobility arbeiteten bei der Konzeption der Sicherheitstechnik eng mit der französischen HIMA-Niederlassung zusammen. Ziel war es, eine Signallösung zu entwickeln, die dem Sicherheitsniveau SIL4 gemäß CENELEC entspricht und die direkt an den Gleisen installiert wird. Die Lösung: moderne COTS-Sicherheitssteuerungen von HIMA.

    Platzersparnis

    Luxtram und Mobility liegen mit ihrer Entscheidung im Trend: Mehr und mehr Systemintegratoren und Eisenbahnbetreiber weltweit setzen auf standardisierte, offene Safety-Systeme, um den Anforderungen des urbanen Nahverkehrs mit steigenden Passagierzahlen, zunehmender Vernetzung und begrenztem Einbauraum gerecht zu werden.

    Durch die Verwendung der HIMA-Technologie konnte Luxtram im Gleisbereich massiv Platz einsparen: Die neuen Schaltschränke ließen sich optimal in die Architektur der Haltstellen und Umsteigeplattformen integrieren. An der Haltestelle LuxExpo wurde durch die Installation der HIMA Sicherheitssteuerung in einem kompakten Schaltschrank direkt am Gleis Kosten und Probleme vermieden. Die zusätzlichen Probleme, die durch den Bau eines kompletten Technikraumes von 3 x 7 Metern beim Einsatz von konventionellen N.S1-Relais-Technologie entstanden wären, entfielen vollständig. Massive Technikräume, wie sie bei traditionellen Relais-Lösungen zum Einsatz kommen, stellen aufgrund des Platzmangels bei Straßenbahnen im Stadtbereich nicht nur eine große Herausforderung für die Planer dar, sie sind auch ein zusätzlicher Kostenfaktor, wenn sie beispielsweise in einem eng bebauten Gebiet in der Nähe der Gleise unterirdisch angelegt werden müssen.

    „Wir haben beim Luxtram-Projekt erstmalig HIMA-Sicherheitssteuerungen eingesetzt, weil sie CENELEC SIL4 entsprechen und sich bereits in zahlreichen sicherheitskritischen Anwendungen bewährt haben“, erklärt Stephane Berthet, Business Unit Manager Light Rail Signalling bei Mobility. „Dank der guten Zusammenarbeit mit den Safety-Spezialisten von HIMA konnten wir das Projekt schneller als geplant abschließen und ein Signalsystem implementieren, das zukunftsfähig und einfach in der Handhabung ist.“

    Die technischen Details

    SPS statt Relais

    • Drei CENELEC SIL4 zertifizierte Safety-Steuerungen des Typs HIMatrix.
    • Langzeitverfügbarkeit von mindestens 20 Jahren in Bezug auf Ersatzteile und Retrofit.
    • Die gesamte Tram-Strecke lässt sich zentral überwachen.
    • Das Luxtram-Projekt war das erste Straßenbahnprojekt mit HIMatrix-Steuerungen.
    • An der Teilstrecke wurden über 50 Achszähler und 150 Induktionsschleifen installiert.
    ]]>
    Europa & Afrika Bahn Referenzen
    news-175 Tue, 08 May 2018 17:05:20 +0200 Mehr Profitabilität für die LNG-Industrie dank effektiverer Turbomaschinensteuerung https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/mehr-profitabilitaet-fuer-die-lng-industrie-dank-effektiverer-turbomaschinensteuerung Turbomaschinen spielen in der Flüssigerdgasproduktion eine entscheidende Rolle. Doch noch immer gibt es Bedenken, was ihre Sicherheit angeht. HIMAs TMC-Applikationsmanager Uwe Bruckhoff erklärt, wie sich potenzielle Gefahren vermeiden lassen – und welche Möglichkeiten es gibt, Turbomaschinen besser abzusichern.

    Unfälle im Zusammenhang mit Turbomaschinen haben Sicherheitsbedenken in der LNG-Industrie ausgelöst. Probleme mit Überdrehzahlen können zu Verletzungen führen – im schlimmsten Fall gar zum Tod. Betreiber von Turbomaschinen können es sich daher nicht leisten, beim Schutz ihrer Maschinen nachlässig zu sein. Eine korrekte Absicherung ermöglicht es Betreibern, ihre Anlagen nicht nur risikoärmer zu nutzen, sondern auch kosteneffizienter. Darüber hinaus steigt die Verfügbarkeit.

    Optimale Integration ist die Grundlage für einen sicheren Betrieb

    Wie lässt sich die Funktionale Sicherheit von Turbomaschinen gewährleisten? Der erste Schritt ist es, alle relevanten Sicherheitsmethoden anzuwenden. Allgemeine Sicherheitsnormen wie IEC 61511, IEC 61508 und ISA84.00.01-2004 unterstützen zusätzlich dabei, das Risiko ernsthafter Unfälle zu senken. So gewährleisten Betreiber eine höhere Verfügbarkeit und Profitabilität ihrer Anlagen. 

    Nichtsdestotrotz ist bei der Anwendung von Sicherheitsstandards innerhalb von Systemen mit der gebotenen Sorgfalt vorzugehen. Turbomaschinen werden schließlich durch eine ganze Reihe unterschiedlicher Komponenten gesteuert – die oftmals von verschiedenen Herstellern stammen. Das macht das Gesamtsystem komplex, auch durch unterschiedliche Verdrahtungen und Kommunikationsprotokolle. Diese treiben die Engineering-Kosten in die Höhe. Ein integriertes System wie HIMax von HIMA spielt seine Trümpfe in einem solchen Umfeld voll aus. Mit der Sicherheitslösung FlexSILon TMC lassen sich zentrale Bestandteile des Systems standardisieren, indem sie beispielsweise Hardware, Sensoren oder Software-Funktionen gemeinsam nutzt. So lassen sich die oben genannten Probleme beseitigen und die Komplexität reduzieren. HIMax deckt damit die Anforderungen an eine integrierte, SIL 3-konforme Turbomaschinensteuerung ab. 

    Die Dinge einfach halten – für durchgängige Sicherheit

    HIMax ermöglicht die einfache Integration von sicherheitskritischen und nicht-sicherheitskritischen Steuerungsfunktionen. Das Herzstück für die Absicherung von Turbinen ist ein elektronischer Überdrehzahlschutz. Genau dafür hat HIMA ein Modul entwickelt, das in das HIMax-System integriert ist. Das Modul arbeitet unabhängig von der CPU des Sicherheitssystems. 

    Offene Kommunikation schafft größere Flexibilität

    Auf diese Weise lassen sich Turbinen während des gesamten Anlagenlebenszyklus ohne ungeplante Unterbrechungen betreiben. Weil außerdem nicht mehr zahlreiche Lösungen verschiedene Anbieter nötig sind, werden Management und Betrieb deutlich einfacher. Die HIMA-Lösung FlexSILon TMC unterstützt eine offene Kommunikation und eine externe Anbindung auf Basis herstellerunabhängiger Standards. Der Vendor Lock-in entfällt also; FlexSILon TMC lässt sich in eine bestehende Automatisierungsumgebung integrieren. Das Ergebnis: eine einfachere Kommunikation, die weniger fehleranfällig ist. 

    Sicherer und profitabler werden

    Mithilfe einer integrierten Turbomaschinensteuerung und eines Monitorings können Betreiber den Anforderungen und Standards der Funktionalen Sicherheit durchgängig nachkommen. Zugleich wird die operative Flüssigerdgasproduktion effizienter. Durch den Wegfall diverser voneinander getrennter und aufwendig zu verdrahtender Lösungen sinken Kosten und Komplexität. Was die Steuerung sicherheitskritischer Funktionen angeht, heißt das ultimative Ziel: „unterteilte Integration“. Die erreichen Betreiber mit einem System, das unabhängige Module für Funktionale Sicherheit an den relevanten Punkten mit spezialisierter Hardware und Software kombiniert. 

    ]]>
    TMC - Turbomaschinen Öl & Gas Chemie / Petrochemie Unternehmensnachrichten
    news-174 Tue, 24 Apr 2018 13:29:00 +0200 Smart Rail Summit: „COTS längst weltweit im Einsatz!“ https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/smart-rail-summit-cots-laengst-weltweit-im-einsatz Es war das erste Event seiner Art: Beim HIMA Smart Rail Summit 2018 diskutierten Systemintegratoren und OEMs über die Herausforderungen der weltweiten Bahnindustrie. Das Fazit: Eine smarte Partnerschaft wird über den Geschäftserfolg von morgen entscheiden.

    „Ich arbeite seit 1983 im Bereich Signaltechnik“, sagte Dr. Dejan Lutovac vor den rund hundert Teilnehmern des Smart Rail Summit in Mannheim. „Und jetzt erst konnte ich endlich entwickeln, was ich immer schon entwickeln wollte.“ Es ist erstaunlich, dass ein Vortrag über Commercial-off-the-Shelf-(COTS-)Steuerungen so persönlich und bewegend sein kann wie der des serbischen Diplom-Ingenieurs. Andererseits überrascht es doch nicht: Vielen Systemintegratoren geht es heute ähnlich wie Lutovac, Inhaber von Signalling & Control d.o.o. Sie mussten über Jahrzehnte entweder mit proprietären und unflexiblen Steuerungen oder gar noch mit veralteter Relais-Technik arbeiten. „Die war eigentlich schon obsolet, als ich noch zur Uni ging“, so Lutovac. Die Kompetenzen der Ingenieure und Berater ließen sich mit den starren Systemen nie voll ausschöpfen.

    Erfolgreiche COTS-Projekte von Russland bis Australien

    Der Wille, etablierte Modelle zur Bahnsicherheit neu zu denken und besser zu machen: Er war permanent zu spüren auf dem ersten HIMA Smart Rail Summit in Mannheim. Die Teilnehmer kamen dafür aus sämtlichen Teilen der Welt angereist. Sie alle hatten ihre eigenen Geschichten mitgebracht: Viele stellten konkrete Projekte vor, die auf Basis von HIMA-Controllern erfolgreich laufen.

    Neil Popplewell, Technical Director von Rail Control Systems aus Australien, verdeutlichte, welche zentrale Herausforderung die Teilnehmer eint: die Wahrnehmung der COTS-Technologie am Markt. „Kunden dachten bislang, dass Standardcontroller kurze Lebenszyklen haben oder mit künftigen Anforderungen nicht zurechtkommen würden“, so Popplewell. Tatsächlich sei das Gegenteil der Fall. Das müsse man nun dem Markt vermitteln – und das gelinge nur mit Kollaboration und Wissensaustausch.

    Austausch unter Bahnexperten als Erfolgsfaktor

    Das sehe auch HIMA so, erklärte Sedat Sezgün, Group Vice President Business Segment Rail. In den vergangenen Jahren sei im Bahnsegment eine globale COTS-Bewegung entstanden. Um dieses Momentum zu nutzen, brauche es nun eine smarte Partnerschaft zwischen HIMA, Systemintegratoren und OEMs. Wichtig sei es, „Ideen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und von Best Practices zu lernen“, so Sezgün. 

    Damit sprach Sezgün offenbar aus, was viele der Anwesenden ohnehin im Sinn hatten. Das ergab eine Live-Umfrage unter allen Teilnehmern. Demnach wünschen sich 64 Prozent eine Unterstützung beim Angang neuer Märkte. Gut die Hälfte hält untereinander synchronisierte Marketingaktivitäten für hilfreich. Ganze 85 Prozent der Befragten sehen gar klare Vorteile in einer von HIMA organisierten User-Group rund um COTS. „Wir werden nun prüfen, wie wir dieses Feedback in konkrete Projekte umsetzen können“, sagte Sezgün.

    Digitalisierung und Standardisierung als Megatrends

    Genügend Diskussionsthemen gibt es für die Bahnexperten auf jeden Fall. So sprachen die Teilnehmer beispielsweise bereits über künftige Trends der Branche. Auf großes Interesse stieß dabei die Vorstellung des EULYNX-Projekts durch Frits Makkinga von Movares. EULYNX soll ein gemeingültiger Schnittstellenstandard für die Bahnindustrie werden, der die Signaltechnik europaweit vereinheitlichen könnte. 

    Für Wolfgang Kanovsky wiederum, dem CTO der RDCS Informationstechnologie GmbH, liegt die Zukunft in virtuellen Stationen. Dank Glasfaseranbindung entlang der Schiene werde es bald nicht mehr notwendig sein, Sicherheitssysteme physisch dort aufzubauen, wo sich das abzusichernde Objekt befindet – also etwa beim Stellwerk oder am Bahnübergang.

    Ob zur Inspiration oder für konkreten Erfahrungsaustausch: Der Smart Rail Summit schien für jeden Teilnehmer ein Gewinn gewesen zu sein. Nun geht es darum, den motivierten Gesprächen Taten folgen zu lassen. So, wie es Dejan Lutovac bereits getan hat. „Für ein kleines Unternehmen ist es schwer, eine Sicherheitslösung genehmigt zu bekommen“, sagte er. „Mit ihren SIL 4-Systemen kam HIMA da wie gerufen.“

    ]]>
    Bahn Events Unternehmensnachrichten
    news-172 Tue, 17 Apr 2018 15:15:08 +0200 Smart Rail Summit: HIMA veranstaltet erstmals internationale Konferenz für Anwender aus der Bahnindustrie https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/smart-rail-summit-hima-veranstaltet-erstmals-internationale-konferenz-fuer-anwender-aus-der-bahnindu Mit dem Smart Rail Summit hat HIMA vom 11. bis 12. April 2018 erstmalig eine exklusive Konferenz für Anwender aus der globalen Bahnindustrie veranstaltet. An zwei Tagen diskutierten rund 100 Teilnehmer aus über 20 Nationen über aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Sicherheitstechnik. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie offene Commercial-off-the-Shelf (COTS) Lösungen Anwender in der Bahnindustrie dabei unterstützen können, sich mit innovativen Geschäftsmodellen den entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu sichern. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung offener Sicherheitssysteme in der Bahnindustrie stand die zweitägige Konferenz, die im Radisson Blu Hotel in Mannheim stattfand, unter dem Motto „Off the Shelf, On the Rise.“  Am ersten Tag standen die Trends im Mittelpunkt, die die Bahnindustrie weltweit bewegen. Als besonders zentral für die zukünftige Entwicklung wurde dabei die Digitalisierung angesehen. Zu diesem Themenkomplex zählen Herausforderungen wie selbstfahrende Fahrzeuge, zunehmende Vernetzung oder steigende Cyberkriminalität. Darüber hinaus wurden gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungen wie die wachsende Urbanisierung, sich verändernde Mobilitätsanforderungen sowie immer strengere Umweltrichtlinien skizziert.

    All das führt derzeit zu einem Umbruch in der Bahnindustrie, die massiv in den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur investiert und weltweit die Digitalisierung vorantreibt. Als Antwort auf die drängendsten Trends präsentierten führende Köpfe von HIMA die Lösungen, mit denen der Safety-Spezialist die Bahnindustrie dabei unterstützen kann, innovative und zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln – auf Basis einer Technologie mit dem höchsten Sicherheitsstandard SIL4 gemäß CENELEC.

    Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Praxis. Führende Bahnfirmen stellten ihre konkreten COTS-Anwendungsfälle vor, die zeigten, wo COTS-Technologie bereits die Basis für zukunftsfähige, kosteneffiziente und cyber-sichere Lösungen bildet. Die verschiedenen Best Practices dokumentierten, dass der Einsatz von Standard-Sicherheitssteuerungen für die Anwender einen klaren Mehrwert in punkto Rentabilität, Handhabung und Zukunftssicherheit im Vergleich zu proprietären Systemen mit sich bringt.

    Das Rahmenprogramm des Smart Rail Summit sah neben den zwei Konferenz-Tagen, vollgepackt mit Gelegenheiten zum Netzwerken und Wissenstransfer, auch eine zwanglose Abendveranstaltung in der angesagten Event-Location Eichenstolz in Mannheim vor. Am Ende des ersten Tages gab es darüber hinaus einen Impulsvortrag des Gastredners Ilja Grzeskowitz, der die versammelten Experten unter dem Motto „Changing The Game“ auf unterhaltsame Weise auf die bevorstehenden Veränderungsprozesse in der Bahnindustrie vorbereitete. Anhand von humorvollen Geschichten, einprägsamen Praxisbeispielen und spannenden Aha-Effekten zeigte er den Teilnehmern auf, wie sie am besten mit den kleinen und großen Veränderungen des Alltags umgehen können.

    „Das Interesse am Smart Rail Summit war riesig. Obwohl die Veranstaltung zum ersten Mal stattfand, war sie bereits nach wenigen Tagen komplett ausgebucht“, erklärt Sedat Sezgün, Group Vice President Business Segment Rail bei HIMA. „Die User-Konferenz hat gezeigt, dass der Trend in der Bahnindustrie klar weg von proprietären Sicherheitssystemen hin zu offenen Standard-Lösungen geht. Das Feedback der Anwender machte deutlich: Mit COTS und HIMA als starkem Partner ist die Bahnindustrie bestens auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet.“

    ]]>
    Naher Osten China Europa & Afrika DACH Asien-Pazifik Bahn Pressemitteilung Events
    news-167 Tue, 27 Mar 2018 13:04:58 +0200 ACHEMA 2018: HIMA führt Safety und Security in einer Technologie-Plattform zusammen https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/achema-2018-hima-fuehrt-safety-und-security-in-einer-technologie-plattform-zusammen Unter dem Motto „Discover Safecurity“ stellt HIMA auf der diesjährigen ACHEMA in Frankfurt a.M. die „Smart Safety Plattform“ vor. Dabei handelt es sich um die weltweit erste einheitliche Lösung, die Safety und Security verbindet, indem Hard- und Software einheitlich aufeinander abgestimmt sind. Betreiber reduzieren die Komplexität ihrer Anlagen maßgeblich und kaufen nur noch das, was sie wirklich brauchen. Auch Bestandssysteme lassen sich in die Plattform integrieren – für niedrigere Betriebskosten und höchsten Investitionsschutz. Der Plattform-Gedanke funktioniert so: HIMA wählt gemeinsam mit dem Anwender die jeweils passenden Hard- und Software-Komponenten aus und installiert diese in den Anlagen. Bestehende HIMA-Lösungen können weitergenutzt oder auf die neueste Generation aktualisiert werden. Der Anlagenbetreiber erfüllt mit dem Umstieg auf die Plattform alle wesentlichen Safety-Normen. Das firmeneigene, in sich geschlossene, Betriebssystem der Sicherheitssteuerungen senkt die Risiken von Cyberattacken auf ein Minimum. Rückwärtskompatible Sotware- und Hardware-Updates sorgen für eine hohe Zukunftssicherheit und halten Safety und Security einer Anlage immer auf dem neuesten Stand.

    Durch die einheitliche Hardware- und Software-Basis reduziert die Smart Safety Plattform den Aufwand für Betrieb und Wartung von Sicherheitssystemen. Auch Erweiterungen und Systemanpassungen werden vereinfacht. Sowohl dezentrale als auch zentrale Konzepte lassen sich mithilfe der Plattform flexibel umsetzen.
     
    Ein wichtiger Baustein der Smart Safety Plattform ist HIMAs neues Sicherheitssystem HIQuad X. Dieses schließt die Lücke zwischen der hoch performanten HIMax und der für kleinere Anwendungen ausgelegte HIMatrix. Alle HIMA-Steuerungen sind nun in der neuen Smart Safety Plattform vereint: Sie können über SafeEthernet miteinander kommunizieren, haben ein einheitliches Betriebssystem und dieselbe Programmierumgebung. Anlagenbetreiber erhalten eine skalierbare Lösung, mit der sie von kleinen Einzelanwendungen bis hin zu komplexen Architekturen von Großanlagen die kompletten Safety- und Security-Bedürfnisse bedarfsgerecht abdecken können.

    „Mit der Smart Safety Plattform zeigen wir im Jahr unseres 110-jährigen Jubiläums, dass wir den Safety-Markt auch heute noch durch Innovationen vorantreiben und Lösungen für das digitale Industriezeitalter entwickeln“, erklärt Stefan Basenach, Group Vice President Segment Process der HIMA-Gruppe. „Die Digitalisierung stellt ganz neue Anforderungen an die Anlagenbetreiber der chemischen und petrochemischen Industrie. Sie brauchen Lösungen, die nicht nur im Ernstfall Anlagen und Mitarbeiter schützen, sondern die auch Cyberattacken effektiv abwehren und langfristig die Profitabilität von Anlagen steigern. Diesen Paradigmenwechsel haben wir mit der neuen Technologie-Plattform eingeläutet – das bedeutet für uns „Smart Safety“, so Basenach.

    ]]>
    Naher Osten China Europa & Afrika DACH Asien-Pazifik Amerika Cyber Security DCS - Integration BCS - Brenner und Kessel TMC - Turbomaschinen PMC - Pipeline HIPPS F&G - Fire & Gas ESD - Emergency Shut Down LDPE - Low density polyethylene Chemie / Petrochemie Pressemitteilung Events Unternehmensnachrichten SILworX Planar F HIQuad HIQuad X HIMax HIMatrix F
    news-163 Mon, 26 Feb 2018 14:27:07 +0100 Proaktive Security-Konzepte statt reaktive Cyberverteidigung: Sicherheit in Industrieanlagen muss neu gedacht werden https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/proaktive-security-konzepte-statt-reaktive-cyberverteidigung-sicherheit-in-industrieanlagen-muss-ne Die Zukunft der Prozessindustrie liegt in der Digitalisierung, die unter Schlagworten wie Industrie 4.0 und IoT (Internet der Dinge) weltweit vorangetrieben wird. Die Digitalisierung bietet Anlagenbetreibern viele Chancen hinsichtlich Effizienzsteigerung, Flexibilisierung und Zukunftssicherheit. Dabei gerät oft in den Hintergrund, dass sie auch eine Kehrseite der sprichwörtlichen Medaille hat: Die Bedrohungen, die im Rahmen der Digitalisierung für die Anlagensicherheit entstehen, allem voran durch die stark wachsende und immer professionellere Cyberkriminalität. Der folgende Beitrag beleuchtet, warum die Prozessindustrie beim Thema Cybersecurity vom passiven in den aktiven Verteidigungsmodus schalten muss und was sie tun muss, um die Anlagensicherheit im digitalen Zeitalter zu gewährleisten. Ende 2017 wurde durch den ICS  Cybersecurity-Spezialisten Dragos bekannt, dass eine Sicherheitssteuerung (SIS) eines Marktbegleiters von HIMA in einer Prozessanlage im Mittleren Osten mittels einer neuen Malware gezielt angegriffen und erfolgreich gehackt wurde. Das Ziel der Angreifer war es offenbar, die Sicherheitsfunktionen des Systems zu deaktivieren, was aufgrund von Programmcodefehlern nicht gelang.  Das SIS  wurde kompromittiert und tat genau das, wofür es da ist: Es leitete den Shutdown der Anlage ein. Die professionelle Durchführung des Angriffs verdeutlicht jedoch eindringlich, wie ernst Anlagenbetreiber das Thema Cybersecurity nehmen müssen. Die Cyberattacke stellt zugleich eine neue Dimension der Cyberbedrohung für kritische Infrastrukturen dar. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde sie gezielt geplant und speziell auf das SIS des betroffenen Herstellers ausgelegt. Ein solcher Angriff auf ein SIS ist hochanspruchsvoll und nur mit signifikantem Aufwand durchzuführen. Es ist der insgesamt fünfte öffentlich bekannte ICS-Vorfall nach Stuxnet, Havex, Blackenergy2 und Crashoverride. Die Bedeutung dieses Vorfalles kann kaum hoch genug eingeschätzt werden, da hier erstmals ein Sicherheitssystem erfolgreich angegriffen worden ist, das die letzte Verteidigungslinie vor einer möglicherweise katastrophalen Auswirkung darstellt.

    Ein wesentlicher Faktor begünstigte nach aktuellem Wissensstand den Angreifer: Das SIS war während des Cyberangriffs mittels eines Schlüsselschalters im Programmier-Modus belassen. In einer ordnungsgemäßen Konfiguration und dem Controller im Run-Modus, wobei Programmänderungen nicht möglich sind, hätten die Angreifer vor einer ungleich schwierigeren Herausforderung gestanden. Weitere Angriffe auf baugleiche SIS sind bisher nicht bekannt geworden.

    Das Konzept von Safety verändert sich
    Der Vorfall muss als Weckruf dienen, um das Bewusstsein in der Branche für das Thema Cybersecurity weiter zu schärfen. Auch wenn nur ein bestimmtes System gezielt angegriffen worden ist, stellt der Vorfall einen Wendepunkt für die Anlagensicherheit dar. Das Zusammenspiel von Safety und Security muss zukünftig im Zentrum der Betrachtung stehen. Das in obigem Beispiel verwendete SIS unterscheidet sich in Designphilosophie und Technologie deutlich von HIMA-Safety-Systemen und lässt daher keine direkte Übertragbarkeit des Cyberangriffs erwarten. Fakt ist aber: Kein SIS-Hersteller kann heute und in Zukunft eine absolut und jederzeit zuverlässig sichere Lösung gegen alle Eventualitäten und Risiken versprechen.
     
    Dies liegt vor allem daran, weil Arbeitsprozesse und organisatorische Mängel auch heute noch mit Abstand die häufigste Angriffsfläche für erfolgreiche Cyberattacken sind. Bleiben beispielsweise Schnittstellen an Systemen im laufenden Betrieb offen und dadurch programmierbar, wird Angreifern ein mögliches Einfallstor geöffnet. Als Konsequenz des Cyberangriffs ist Anlagenbetreibern dringend geraten, nicht nur auf cybersichere Komponenten zu setzen, sondern ein ganzheitliches Security-Konzept für die eigenen Anlagen zu definieren und gemeinsam mit Herstellern konsequent umzusetzen.

    Sicherheitsgerichtete Automatisierungslösungen in Industrieanlagen müssen nicht mehr nur eine sichere Notabschaltung (ESD), sondern auch effektiven Schutz vor Cyberangriffen bieten. Hier entsteht ein Paradigmenwechsel: Bisher mussten einmal sicher ausgelegte Automatisierungen lediglich regelmäßig auf die einmal definierte Risikoreduktion überprüft werden. Zukünftig müssen Safety-Lösungen im Sinne der Security regelmäßig angepasst und erweitert werden. Dieser Paradigmenwechsel betrifft Anbieter und Betreiber sicherheitstechnischer Automatisierungskomponenten gleichermaßen.

    Damit verändert sich komplett die Wahrnehmung von Safety-Lösungen: Ein zentrales Element moderner Sicherheitslösungen besteht darin, Cyberangriffe abzuwehren und damit kostspielige Shutdowns zu verhindern, sodass SIS verstärkt ein signifikanter Faktor für die Profitabilität einer Anlage werden.

    Normenkonformität und Ebenentrennung als Grundlage

    Es ist positiv zu bewerten, dass Unternehmen in der Prozessindustrie zunehmend die Wichtigkeit von Safety- und Security-Standards für die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen erkennen. Dennoch gibt es immer noch Unternehmen, die kein komplett normenkonformes SIS im Einsatz haben. Das bedeutet: Sie gehen ein ungleich höheres Risiko für Produktionsverluste und Schäden an Mensch und Umwelt ein. Um ein Höchstmaß an Safety und Security zu erreichen, ist es für Anlagenbetreiber unter anderem von größter Bedeutung, die Forderung der Normen für funktionale Sicherheit und Automation Security (IEC 61511 und IEC 62443) nach physikalischer Trennung von Sicherheits- (SIS) und Prozessleitsystem (BPCS) umzusetzen.
     
    Die Normenkonformität spielt eine wichtige Rolle in der Abwehr von Cyberangriffen: Sicherheits- und Prozessleitsystem gelten nur dann im Sinne der IEC 61511 als autarke Schutzebenen, wenn sie auf unterschiedlichen Plattformen, Entwicklungsgrundlagen und Philosophien basieren. Das bedeutet konkret, dass die Systemarchitektur grundsätzlich so ausgelegt sein muss, dass keine Komponente von der Prozessleitsystem-Ebene und der Safety-Ebene gleichzeitig genutzt werden darf, ohne eine detaillierte sicherheitstechnische Analyse. Ohne klare Trennung können beispielsweise durchgeführte Patches im Prozessleitsystem auch Funktionalitäten des darin integrierten Sicherheitssystems beeinflussen. Das kann fatal sein. Ebenso problematisch ist es, wenn durch einen erfolgreichen Cyberangriff über den Office-PC eines Mitarbeiters auf das Prozessleitsystem gleichzeitig das integrierte Sicherheitssystem und somit die funktionale Sicherheit sowie die Cybersicherheit an sich kompromittiert wird. Wie viele der oben genannten Beispiele für erfolgreiche Cyberangriffe zeigen, stellt die Verbindung zwischen der Office-IT und dem Produktionssystem immer noch eine extreme Schwachstelle dar. Ein Angriff auf ein integriertes SIS/BPCS-System ist somit deutlich einfacher als auf ein autarkes SIS.

    Bei einem erfolgreichen Cyberangriff steht eine Menge auf dem Spiel: im Ernstfall kann es zu einer Störung der Anlagensicherheit mit unkalkulierbaren Folgen für die Gesundheit der Mitarbeiter, die Sachwerte des Unternehmens und die Umwelt kommen. Es gibt inzwischen erste Cybersecurity-Versicherungen, mit denen sich Unternehmen im Falle eines Hacker-Angriffs zumindest teilweise vor finanziellem Schaden absichern können. Es ist aber fraglich, ob der Versicherungsschutz des Anlagenbetreibers vollständig greift, wenn gültige Normen nicht eingehalten werden oder eklatante Security-Mängel nachgewiesen werden können. Versicherungen gegen Cybersecurity fordern klare Risikobewertungen in Anlagen anhand der geltenden Standards, andernfalls sind Versicherungen nicht möglich oder finanziell unwirtschaftlich. Der Anlagenbetrieb ist heute nur sicher, wenn Betreiber ergänzend zur funktionalen Sicherheit auch Maßnahmen zur Cybersecurity wie die Schutzebenentrennung systematisch einführen.

    Proaktive Cybersecurity ist gefragt
    Die stark wachsende und immer professioneller werdende Cyberkriminalität zwingt sowohl Hersteller von Sicherheitslösungen als auch deren Anwender in der Prozessindustrie, eine proaktive Cybersecurity-Strategie zu verfolgen und ein ganzheitliches Safety-Konzept aufzubauen. Als Anlagenbetreiber muss man im Rahmen der Risikobewertung den finanziellen Aufwand für effektive Safety- und Security-Konzepte mit den Kosten eines potentiellen Shutdowns in Relation setzen, der schnell in die Millionen gehen kann. Das in Cybersecurity investierte Geld, in der Regel nur ein Bruchteil der Shutdown-Kosten, ist kein verlorenes Geld, sondern es sichert die Produktivität und Produktivität der gesamten Anlage.

    Man kann als Anwender für eine bestmögliche Verteidigung sorgen, indem man Sicherheitssysteme verwendet, die selbst nur minimale Angriffsmöglichkeiten bieten. Auf den autarken SIS von HIMA läuft beispielsweise ein 100% eigenes Betriebssystem, das speziell für sicherheitsgerichtete Anwendungen entwickelt wurde. Dieses umfasst alle Funktionen einer Sicherheits-SPS, verzichtet aber darüber hinaus auf weitere unnötige Funktionen. Es gibt keine Softwarekomponenten aus Softwarepaketen von Drittanbietern und keine eingebauten Backdoors. Typische Attacken auf IT-Systeme sind daher nicht erfolgreich. Die Betriebssysteme der Steuerungen werden bereits während ihrer Entwicklung auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberattacken getestet. Dies wird durch Security-Zertifizierung des Entwicklungsprozesses ebenso sichergestellt wie durch die für die funktionale Sicherheit notwendigen Entwicklungsprozesse (z.B. 4-Augen Prinzip).

    Für Anlagenbetreiber ist es aber nicht damit getan, dass sie auf normenkonforme Hardware und Software setzen. Cybersecurity ist eine Daueraufgabe und muss schon bei der Konzeption neuer Anlagen oder vor Modernisierungsmaßnahmen gemeinsam von Anlagenbetreiber und Safety-Spezialist entwickelt werden. Für Bestandsanlagen ist mindestens eine genaue Analyse von möglichen Schwächen bei der Cybersecurity zu fordern. Neben technischen Maßnahmen müssen von den Anwendern hierbei auch organisatorische Maßnahmen ergriffen werden. Denn keine vorhandene Technologie kann einen 100% Schutz gegen neu entstehende Angriffsmöglichkeiten bieten. Aus diesem Grund besteht ein hoher Bedarf an regelmäßiger Überprüfung interner Netzwerke und Kommunikationssysteme beispielsweise durch Penetration-Tests unabhängiger Stellen.

    In anderen Branchen ist es heute schon üblich, dass feste Budgetgrößen für andauernde Sicherheits-Audits veranschlagt sind. Hier werden die eigenen Maßnahmen zur Cybersecurity von externen Spezialisten in „Threat Tests“ auf Herz und Nieren geprüft, mit dem Ziel, Schwachstellen zu finden und diese dann zu beheben. Man setzt also selbst proaktiv Hacker ein, um mögliche Angriffspunkte zu finden, die andere Hacker nutzen könnten.

    Ergebnisse solcher Tests sollten verwendet werden, um die Sicherheitsmaßnahmen in der gesamten Branche auf ein einheitliches und wirksames Niveau zu heben. Eine Hilfe hierzu können Verbände und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) leisten. Letzteres hat bereits hilfreiche Dokumentation zum Thema Cybersecurity in Industriellen Steuerungssystemen aus Sicht der Hersteller wie auch der Betreiber beschrieben.

    Gute Sicherheitstechnik reicht nicht

    Der „Faktor Mensch“ ist die häufigste Ursache von Cyberrisiken. Hierzu zählen nicht nur gezielte Cyberattacken, um Produktionsabläufe zu stören oder Industriegeheimnisse zu stehlen, sondern auch Störungen, die durch Unachtsamkeit entstehen können. Für sicherheitsgerichtete Systeme spielen die üblichen Regeln der Cybersecurity eine noch wichtigere Rolle, da diese die letzte Verteidigungslinie vor einer möglichen Katastrophe darstellen. Ein Schutz vor menschlichen Eingriffen – absichtlich oder unabsichtlich – ist daher besonders wichtig. Ein umfassendes Schutzkonzept beinhaltet daher beispielsweise besonderen Zugangsschutz, eine physische Absicherung oder Plausibilitätschecks von Änderungen. Hierbei kann und muss die Technologie die Grundlage liefern, um den Menschen zu entlasten.

    Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Möglichkeiten einer Manipulation ständig im Auge behalten und berücksichtigt werden. Hier unterscheiden sich sicherheitskritische Anwendungen ganz zentral von anderen industriellen SPS- oder Office-Anwendungen. Um Security im Bereich Safety sicherzustellen, ist eine Menge Know-how nötig. Dies ist insbesondere in kleinen Betrieben eine große Herausforderung. Die Aufrechterhaltung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Security für Anlagenbetreiber stellt daher oft eine kaum machbare Herausforderung dar. Es empfiehlt sich daher – ähnlich wie bei den oben genannten Threat Tests – erfahrene Safety- und Security-Experten mit ins Boot zu holen, um gemeinsam effektive Konzepte zu entwickeln und zu implementieren. Ein großes aktuelles Problem stellt das (spear-)phishing dar, also das gezielte Ausspionieren von Zugangsdaten zu geschützten Systemen. Wenn Mitarbeiterpassworte bekannt werden, wird ein Hacker-Angriff zum Kinderspiel. Keinesfalls sollten Anlagenbetreiber ihre Mitarbeiter jedoch als das „schwächste Glied in der Kette“ der Cybersecurity ansehen. Es geht vielmehr darum, alle Mitarbeiter zu motivieren, sich mit dem Bereich IT-Security auseinanderzusetzen und Teil einer wirksamen proaktiven Cybersecurity-Strategie zu sein und nicht darum, Schuld zu delegieren.
     
    Wenn durch die Aktion oder Nicht-Aktion eines Mitarbeiters ein Schaden entsteht, dann ist das in erster Linie ein systemisches und kein menschliches Problem. Es ist deswegen notwendig, fehlendes technisches Wissen zu vermitteln und Mitarbeiter mit Bedrohungsszenarien, wie etwa bekannten Social-Engineering-Strategien, vertraut zu machen. Aus diesem Grund sind umfangreiche Programme zur Security-Schulung und Steigerung des Bewusstseins von Mitarbeitern ein wichtiges Maßnahmenpaket innerhalb eines proaktiven Safety-Konzepts.

    ]]>
    Naher Osten China Europa & Afrika DACH Asien-Pazifik Amerika Cyber Security Öl & Gas Energie Chemie / Petrochemie Weitere Industrien Safety Technologie
    news-154 Thu, 25 Jan 2018 11:25:23 +0100 HIMA Security Advisory TRISIS/TRITON https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/hima-security-advisory-trisistriton Ende 2017 wurde der weltweit erste erfolgreiche Hackerangriff auf eine Sicherheitssteuerung (SIS) bekannt. Eine Schadsoftware in einer Programmierstation (PC) hat ältere Triconex-Sicherheitssteuerungen des Herstellers Schneider Electric im laufenden Betrieb modifiziert. Dazu wurde die Programmierstation so manipuliert, dass die übliche Programmierfunktion zum Austausch eines Anwenderprogrammfragments in den Triconex-Sicherheitssteuerungen genutzt wurde. Diese Modifikation setzte die Steuerung in den sicheren Zustand. Es ist zu bezweifeln, dass der einfache Stopp des SIS das Ziel war. Vielmehr ist davon auszugehen, dass ein Unfall provoziert werden sollte. Diese Schadsoftware ist unter dem Namen „TRISIS“ bzw. „TRITON“ bekannt (im Folgenden „TRISIS“ genannt). Fragen und Antworten (FAQ)

    Wie ist TRISIS in die Programmierstation gelangt?
    Mögliche Wege in ein System führen immer über die Schnittstellen des Systems. Diese sollten bei der Risikobewertung besondere Aufmerksamkeit bekommen. Die häufigsten Schnittstellen sind USB Sticks und Netzwerkzugänge. Es wird vermutet, dass die Schadsoftware über das Netzwerk oder gar durch Fernwartungszugriffe in die Programmierstation gelangt ist. Auch die Verwendung von USB-Sticks, und damit einhergehend, der physikalische Zugang zum System, ist bewusst zu regeln. Hier kann das Risiko z.B. mit abschließbaren Schränken für die Programmierstation reduziert werden.

    Hätte der Angriff vermieden werden können?

    Im konkreten Fall wurde ein programmierbares System, das durch einen Schlüsselschalter im Programmiermodus eingestellt war, von einer ständig angeschlossenen Programmierstation modifiziert. Dieser Angriff hätte durch triviale Maßnahmen des autarken Betriebs, ohne angeschlossene Programmierstation, vermieden werden können. Des Weiteren hätte die zusätzliche Verwendung des oben erwähnten Schlüsselschalters zum Blocken von Schreibzugriffen die Anfälligkeit des SIS deutlich reduziert. Wird die Stellung des Schlüsselschalters gut sichtbar angezeigt, so kann eine nicht geplante Programmierung leicht erkannt und vermieden werden.

    Sind HIMA-Produkte von TRISIS betroffen?
    TRISIS ist sehr gezielt für einen bestimmten Einsatzzweck entwickelt worden. Die Analyse der Software hat ergeben, dass TRISIS ganz spezifisch auf Triconex 3008 Prozessoren abzielt. Sehr wahrscheinlich sind nicht einmal andere Triconex-Kunden betroffen, geschweige denn Kunden, die SIS anderer Hersteller einsetzen. Die Analyse legt nahe, dass die Modifikation des Angriffes zur Anpassung auf andere SIS einer Neuentwicklung der Schadsoftware gleich kommen würde.

    Wie kann ich feststellen, ob meine HIMA-Steuerung verändert wurde?

    Bei dem Angriff wurden im laufenden Betrieb Codeteile ausgelesen, modifiziert und wieder in das SIS geschrieben. Da bei HIMA-Systemen kein Code aus dem SIS gelesen werden kann, müsste für einen vergleichbaren Angriff das komplette Anwenderprogramm bekannt sein, modifiziert und neu in das SIS geladen werden. Dabei würde sich die Prüfsumme des Anwenderprogramms verändern. Da diese Prüfsumme für sicherheitstechnische Abnahmen bekannt und dokumentiert sein muss, kann sie leicht auf Veränderung überprüft werden.

    Gibt es einen Weg, den Schreibschutz zu umgehen?
    Das würde das Vorhandensein einer sogenannten Backdoor, also beispielsweise einen „versteckten Entwicklerzugang“, voraussetzen. Eine Backdoor ist bei HIMA-Produkten nicht vorhanden. Der Zugriff auf HIMA-Systeme ist im laufenden Betrieb ausschließlich mit dem richtigen Passwort, mit dem richtigen Port und bei erlaubten Schreibzugriffen möglich.

    Welche Unterstützung kann HIMA anbieten?
    HIMA dokumentiert alle Security-relevanten Einstellungen und Einsatzbedingungen in einem Cybersecurity Handbuch. Dazu bietet HIMA Security-Schulungen für die HIMA-Produktpalette an. Des Weiteren bietet HIMA den Service „Smart Safety Security Check“, bei dem die Safety-Installation individuell auf richtigen Parametrierung untersucht und gegebenenfalls optimiert wird. HIMA führt außerdem Security-Assessments im Kundenauftrag durch.

    Wie wird sichergestellt, dass HIMA-Systeme zukünftig nicht kompromittiert werden können?
    HIMA hat durch den Fokus auf Safety schon immer einen hohen Anspruch auf qualitativ hochwertige Entwicklungen. Diese lassen wir schon immer von einem unabhängigen Dritten zertifizieren. 2017 hat HIMA auch eine Cybersecurity-Zertifizierung des HIMax Systems erwirkt. Dabei wurden die bestehenden Prozesse für Security mit zertifiziert. Durch diese Prozesse ist die bestmögliche Risikoreduzierung gegen Cyberangriffe auch in Zukunft sichergestellt.

    Wie kann das Risiko reduziert werden, dass Schadsoftware sich ausbreitet?

    Es wird empfohlen, Anlagen in mehrere Zonen aufzuteilen und deren Übergänge (Conduits) zu kontrollieren, um unbefugten den Zugriff zu verwehren. Dies betrifft sowohl physikalischen Zugriff als auch logischen Zugriff über Netzwerke. Der TRISIS-Angriff zeigt ganz deutlich, dass Safety-Systeme als letzte Schutzebene für die funktionale Sicherheit unbedingt getrennt von allen anderen Systemen aufgebaut werden sollten. Nur so können die erwähnten dedizierten, kontrollierbaren Übergänge (Conduits) geschaffen werden. Dieses Konzept mit unterschiedlichen Schutzebenen ist als „Defense in Depth“ bekannt.

    Was sollte die Branche aus diesem Angriff lernen?
    Security muss auch im Safety-Umfeld ernster genommen werden. Das bedeutet nicht, dass man panisch werden sollte. Vielmehr beweist dieser Fall, dass beim konsequenten Einsatz der aktuell verfügbaren technischen und organisatorischen Möglichkeiten dieser Angriff verhindert worden wäre. Dies war kein Angriff auf Triconex, sondern eine Weckruf an die gesamte Automatisierungsbranche.

    ]]>
    Cyber Security Öl & Gas Energie Chemie / Petrochemie Bahn Weitere Industrien Unternehmensnachrichten
    news-148 Mon, 22 Jan 2018 15:42:00 +0100 Rail 4.0: Die digitale Transformation in der Bahnbranche https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/rail-40-die-digitale-transformation-in-der-bahnbranche In der Bahnindustrie werden Prozesse und Komponenten zunehmend digital. Dabei bilden Sicherheitssteuerungen noch immer die Basis von kritischen Anwendungen wie Bahnübergängen, Stellwerken und Schienenfahrzeugen. Sedat Sezgün, Group Vice President Segment Rail bei HIMA, über die Vorteile von Commercial-off-the-Shelf-(COTS-)Steuerungen im digitalen Zeitalter. Herr Sezgün, vor allem in Ballungszentren steigen immer mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel um. Gleichzeitig stehen Betreiber unter hohem Kostendruck, weil Infrastruktur-Budgets sinken und Kosten für die Modernisierung steigen. Wie kann die Bahnbranche auf diese Herausforderungen reagieren?

    Sedat Sezgün: Wir raten Bahnbetreibern zu offenen Commercial-off-the-Shelf-Systemen. Die Steuerungen sind seriengefertigt und finden ihren Einsatz in verschiedenen Industriezweigen. Aufgrund von offenen Schnittstellen lassen sie sich bedarfsgerecht aufbauen. Sie bestehen aus standardisierten Komponenten und sind deshalb deutlich kostengünstiger als proprietäre Systeme.

    Viele Bahnbetreiber setzen noch immer auf proprietäre Systeme. Warum sollten sie auf COTS-Lösungen umsteigen?


    Proprietäre Sicherheitstechnik ist häufig überdimensioniert. Wer auf COTS-Lösungen setzt, entscheidet sich für mehr Flexibilität, zum Beispiel wenn es um die Wahl der Lieferanten für Komponenten geht. Auch Ersatzteile sind weltweit schnell verfügbar und einfach zu installieren. Unsere Sicherheitssteuerungen HIMax und HIMatrix ermöglichen das – und sind zudem im Vergleich mit herkömmlicher Technik kostengünstiger. Mit COTS-Lösungen von HIMA sichern Sie elektronische Stellwerkstechnik, Bahnübergänge, sensorüberwachte Türöffnungssysteme, elektronisch gesteuerten Gleit- und Schleuderschutz, Sicherheitsfahrschalter und Fernsteuerungen – und machen sie zudem zukunftsfit.

    Unternehmen müssen ihre Anlagen und Produkte heute auch vermehrt vor Cyberattacken schützen. Was können Bahnbetreiber dagegen tun?


    Sie sollten die menschlichen Zugriffsmöglichkeiten auf Systeme weitestgehend beschränken und Sicherheitssysteme aufsetzen, die in sich geschlossen sind. Steuerungen von HIMA kommen dem entgegen, weil auf ihnen ein eigenes Betriebssystem für die sicherheitsgerichteten Anwendungen läuft. Dieses umfasst alle typischen Funktionen einer Sicherheits-SPS, verzichtet aber auf weitere Funktionalitäten. Daneben laufen in unseren Steuerungen Prozessleitsystem und Sicherheitssystem unabhängig voneinander. Das heißt, selbst wenn der Kommunikationsprozessor attackiert wird, läuft der Betrieb sicher weiter.

    Viele Bahnnetze sind veraltet und erfordern umfassende Modernisierungsmaßnahmen. Wie wird der Schienenverkehr fit für die Zukunft?

    Damit die Bahnindustrie dauerhaft im Wettbewerb mit Verkehrs- und Transportsystemen bestehen kann, empfehlen wir, die veraltete Technik durch effizientere, automatisierte Prozesse zu ersetzen. Zum Beispiel durch kostengünstige COTS-Steuerungen von HIMA. Sie können in fast allen Industrien eingesetzt werden, weil sie den Vorteil haben, dass ihr Betriebssystem mit allen wichtigen Kommunikationsprotokollen Schnittstellen bietet. Darüber hinaus nutzt das vollintegrierte Konfigurations-, Programmier- und Diagnose-Tool SILworX alle industrieüblichen Programmiersprachen. Außerdem bietet es Cybersicherheit: Es schützt vor Manipulationen und Bedienfehlern und verhindert unerlaubte Zugriffe auf kritische Funktionsbausteine.

    ]]>
    Cyber Security Bahn Unternehmensnachrichten HIMatrix F HIMax
    news-156 Mon, 22 Jan 2018 15:06:00 +0100 Sicherheitssysteme up to date halten: Mit den Safety Services von HIMA https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/sicherheitssysteme-up-to-date-halten-mit-den-safety-services-von-hima Wenn Unternehmen einen Turnaround zur Instandhaltung ihrer Anlage planen, müssen auch die Safety-Ingenieure an die Arbeit. Sie stellen sicher, dass die Sicherheitssysteme anschließend wieder zuverlässig für einen funktional sicheren Betrieb sorgen. Bei einem so umfangreichen Projekt wie einem Anlagen-Turnaround beginnen die Safety-Experten schon Monate vorher mit ihren Vorbereitungen. So auch beim Öl- und Gaskonzern OMV in Schwechat, Österreich, der seinen petrochemischen Raffineriebereich alle sechs Jahre komplett zerlegen und inspizieren muss. Insgesamt waren dort 2017 für den gesetzlich vorgeschriebenen Turnaround 3.500 Techniker von über 50 Partnerfirmen vor Ort für die einzelnen Aufgaben zuständig, 18 davon Safety-Experten aus dem Hause HIMA.

    Sicherheitssteuerungen prüfen und modernisieren
    Die Beteiligten des Turnarounds in Schwechat standen vor der Herkulesaufgabe, die Anlage komplett herunterzufahren, zu prüfen und schließlich wieder hochzufahren – und das in nur sieben Wochen. Die besondere Herausforderung: Ein höchst umfangreiches Projekt muss vor Ort besonders zeiteffizient und zuverlässig koordiniert werden. Dabei müssen die Safety-Ingenieure von HIMA Fachwissen für verschiedenste, auch ältere Sicherheitssysteme vor Ort halten.

    Stillstände nutzen und Sicherheitstechnik zukunftsfit machen

    Möglichst viel in möglichst kurzer Zeit schaffen – darauf liegt der Fokus bei Großprojekten wie dem OMV-Turnaround. „Die Raffinerie ist außerdem technisch sehr anspruchsvoll. Als externe Partner mussten wir uns komplett in diese Welt reindenken. Unsere jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich hat maßgeblich zum Erfolg des Projekts beigetragen“, fasst Fabio Lodigiani, Group Vice President Safety Services von HIMA, die Besonderheiten zusammen. Insgesamt wurden innerhalb von sieben Wochen 61 HIMA-Sicherheitssysteme einer Generalinspektion unterzogen. Dank sehr guter Vorbereitung des Projekts und hohem persönlichen Einsatz der HIMA-Ingenieure vor Ort konnten sie die erforderlichen Arbeiten sogar früher als geplant abschließen.

    Warum für die Safety Services von HIMA entscheiden?
    Anlagenbetreiber setzen auf die Safety Services von HIMA, weil Safety-Experten weltweit für sie verfügbar sind. Daneben ist so auch für ältere Sicherheitslösungen die entsprechende Expertise für Wartungs- und Serviceaufgaben langfristig vorhanden.

    ]]>
    Cyber Security Öl & Gas Energie Chemie / Petrochemie Unternehmensnachrichten
    news-143 Tue, 09 Jan 2018 08:55:05 +0100 Sichere Ölversorgung: HIMA schützt Europas größte Erdöl-Pipeline https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/sichere-oelversorgung-hima-schuetzt-europas-groesste-erdoel-pipeline HIMA bringt Sicherheitssysteme der Transalpine Pipeline auf den neuesten Stand der Technik. Die von der TAL-Gruppe betriebene Transalpine Pipeline, die vom Hafen in Triest (Italien) aus über die Alpen nach Norden führt, ist eines der sichersten, zuverlässigsten und wichtigsten Erdölversorgungssysteme in Mitteleuropa. Mit einer Gesamtlänge von 753 km deckt sie einen großen Teil des Energiebedarfs in Deutschland (40 %), Österreich (90 %) und Tschechien (50 %). Allein in 2016 transportierte die Transalpine Pipeline 41,4 Mio. Tonnen Rohöl von der norditalienischen Küste in die drei Länder. Die dabei täglich beförderte Menge an Rohöl entspricht im Schnitt ca. 10.000 LKW-Tanklastfahrten. Nachdem HIMA 1997 die Sicherheitstechnik der Pipeline erstmals modernisierte, sind die Experten aus Brühl nun zwei Jahrzehnte später dabei, die Safety Systeme auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

    Doppelte Modernisierung

    2013 entschloss sich die TAL-Gruppe zu einer weiteren Modernisierung der Sicherheitssysteme der Transalpine Pipeline. Im Zuge der Modernisierung werden die Sicherheitsteuerungen in den Kopf-, Pump-, Entlastungs- und Übergabestationen durch SIL-3-zertifizierte HIMax-Steuerungen ersetzt. In den Schieberstationen kommen nun HIMatrix-Sicherheitssysteme (SIL 3) zum Einsatz. Neben der funktionalen Sicherheit gewährleisten die zukunftssicheren Sicherheitssysteme ein hohes Maß an Cyber-Security, beispielsweise durch die Unabhängigkeit vom Prozessleitsystem.

    Vor 20 Jahren hatten Safety-Experten aus Brühl erstmals die Sicherheitssysteme der Pipeline durch moderne HIMA-Steuerungen ersetzt. Seitdem sorgen diese dafür, dass das Rohöl zuverlässig über die Alpen transportiert wird und die Transalpine Pipeline den höchsten Sicherheitsansprüchen genügt. Die HIMA-Systeme gewährleisten die Notfallabschaltung (Emergency-Shutdown, ESD) der Pipeline und tragen dazu bei, dass die Rohrdrücke innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte bleiben. Kommt es z.B. zu einem Pumpenausfall, wird einer hierdurch entstehenden Druckerhöhung durch gezieltes Ablassen von ÖL in Entlastungstanks gegengesteuert.

    Doppelter Schutz

    Um eine hohe Verfügbarkeit zu garantieren, wurde die Pipeline-Kopfstation in Ingolstadt mit verteilt redundanten Sicherheitssystemen ausgerüstet, die sich in verschiedenen Schalträumen befinden. Selbst ein Ausfall eines Schaltraums, z.B. durch Brand, kann somit aufgefangen werden. Das ausgeklügelte Sicherheitskonzept berücksichtigt jede denkbare Gefahrensituation: Sogar bei einem Komplett-Ausfall der Kopfstation Ingolstadt kann die Transalpine Pipeline durch Remote-Systeme von Triest und München sicher gesteuert werden.

    „Bei Sicherheit geht es um Prävention, Qualifikation, Kontrolle und technische Innovation“, erklärt Johann Stopp (Projektleiter Electrical/Instruments Technical Assets) von der TAL. „Auf all diesen Gebieten leistet HIMA als kompetenter und zuverlässiger Partner seit zwei Jahrzehnten hervorragende Arbeit. Die Modernisierung der Sicherheitssysteme, die wir gemeinsam mit HIMA 2019/2020 abschließen wollen, soll den Förderbetrieb der Transalpinen Pipeline in Bezug auf Safety und Security für die nächsten Jahrzehnte sichern.“

    Die technischen Details

    Bereits seit 1997 sorgen HIMA-Steuerungen für die Sicherheit der Transalpine Pipeline. Zum Projektstart analysierte HIMA damals alle denkbaren Problemfälle und testete die neuen Sicherheitsteuerungen sechs Monate lang in einem umfangreichen Integrated Factory Acceptance Test (IFAT) auf Herz und Nieren. Derzeit werden nun nach und nach alle Sicherheitssysteme modernisiert. Im ersten Schritt wurden die Steuerungen in den Pipeline-Stationen in Österreich erneuert. Danach sollen die Abschnitte der Transalpine Pipeline in Deutschland in 2018/2019 und Italien in 2019/2020 folgen.

    ]]>
    Europa & Afrika DACH Cyber Security PMC - Pipeline ESD - Emergency Shut Down Öl & Gas Referenzen
    news-147 Mon, 08 Jan 2018 16:38:54 +0100 Nach erstem erfolgreichem Hackerangriff auf eine Sicherheitssteuerung: HIMA klärt zu neuer Cyber-Bedrohung auf https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/nach-erstem-erfolgreichem-hackerangriff-auf-eine-sicherheitssteuerung-hima-klaert-zu-neuer-cyber-bed Ende 2017 wurde durch den ICS Cybersecurity-Spezialisten Dragos bekannt, dass eine Sicherheitssteuerung (SIS) eines Marktbegleiters in einer Prozessanlage im Mittleren Osten mittels einer neuen Malware gezielt angegriffen und erfolgreich gehackt wurde. Das SIS wurde kompromittiert, was zu einem Shutdown der Anlage führte. Die professionelle Durchführung des Angriffs macht erneut deutlich, dass Anlagenbetreiber das Thema Cybersecurity sehr ernst nehmen müssen. HIMA, weltweit führender unabhängiger Anbieter smarter Safety-Lösungen in der Prozessindustrie, bietet deshalb an, fachkundig zum Thema Cybersecurity in sicherheitskritischen Anlagen zu beraten. Die genannte Cyberattacke stellt eine neue Dimension der Cyber-Bedrohung für kritische Infrastrukturen dar. Nach derzeitigem Kenntnisstand war sie gezielt geplant und speziell auf das SIS eines bestimmten Herstellers ausgelegt. Ein solcher Angriff auf ein SIS, der weltweit zum ersten Mal auftrat, ist hochanspruchsvoll und nur mit signifikantem Aufwand zu erreichen.  

    Dr. Alexander Horch, Vice President Research, Development & Product Management bei HIMA, kommentiert: „Der Vorfall von unserem Mitbewerber sollte uns allen als Weckruf dienen, um das Bewusstsein in der Branche für das Thema Cybersecurity weiter zu schärfen. Arbeitsprozesse und organisatorische Mängel sind mit Abstand die häufigste Angriffsfläche für erfolgreiche Cyberattacken. Bleiben z.B. Schnittstellen an Systemen im laufenden Betrieb offen und diese dadurch programmierbar, wird Angreifern ein mögliches Einfallstor geöffnet. Wir raten Anlagenbetreibern dringend, nicht nur auf cybersichere Komponenten zu setzen, sondern ein ganzheitliches Security-Konzept für die eigenen Anlagen zu etablieren.“

    Um ein Höchstmaß an Safety und Security zu erreichen, ist es für Anlagenbetreiber unter anderem von größter Bedeutung, die Forderung der Normen für funktionale Sicherheit und Automation Security (IEC 61511 und IEC 62443) nach physikalischer Trennung von Prozessleit- und Sicherheitssystem umzusetzen.

    HIMA liefert nicht nur Automatisierungslösungen in Übereinstimmung mit den einschlägigen nationalen und internationalen Normen, sondern unterstützt Anlagenbauer und -betreiber auch bei Security-Konzepten für den gesamten Lebenszyklus.

    „Für Anlagenbetreiber ist es wichtig, ständig die Möglichkeiten einer Manipulation im Auge zu behalten. Hier unterscheiden sich sicherheitskritische Anwendungen ganz zentral von anderen industriellen SPS- oder Office-Anwendungen. Um Security im Bereich Safety sicherzustellen, ist eine Menge Know-how nötig. Die Aufrechterhaltung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Security für Anlagenbetreiber stellt häufig eine Herausforderung dar. Es empfiehlt sich daher, erfahrene Safety- und Security-Experten mit ins Boot zu holen, um gemeinsam effektive Konzepte zu entwickeln und implementieren“, erklärt Heiko Schween, Security-Experte bei HIMA.

    ]]>
    Cyber Security Pressemitteilung Safety Technologie
    news-138 Mon, 16 Oct 2017 09:51:08 +0200 OMV Schwechat - Gelungener Turnaround https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/omv-schwechat-gelungener-turnaround Die petrochemische Produktion der Raffinerie von OMV in Schwechat, Österreich, nahm nach intensiven Revisions- und Reparaturarbeiten pünktlich wieder den Betrieb auf Das internationale Öl- und Gasunternehmen OMV führte im April 2017 einen Turnaround des kompletten petrochemischen Bereichs der Raffinerie in Schwechat, Österreich, durch. Über einen Zeitraum von knapp sieben Wochen wurden dabei die Anlagen heruntergefahren, demontiert, gereinigt, überprüft, dabei fehlerhafte Teile ersetzt und alles wieder zusammengebaut. Und das war eine echte Herkulesaufgabe: An vier Prozessöfen, 71 Kolonnen, 508 Wärmetauschern, 698 Behältern, 4.188 Armaturen und 1.485 Sicherheitsventilen wurden Revisionsarbeiten durchgeführt und Reparaturarbeiten an circa zwölf Kilometer Rohrleitungen vorgenommen. Rund 220.0000 Schrauben wurden beim Turnaround an den Anlagen der Raffinerie Schwechat ausgetauscht.

    Anspruchsvoller Service unter höchsten Safety-Anforderungen

    Ein Turnaround dieser Größe, der den Stillstand und das Wiederanfahren einer hochkomplexen petrochemischen Anlage beinhaltet, ist nur mit dem Safety-Know-How von spezialisierten Ingenieuren zu meistern. Als Teil des unternehmensübergreifenden Projektteams, das sich aus Spezialisten von OMV und von rund 50 Partnerfirmen zusammensetzte, waren 18 Experten von HIMA vor Ort im Einsatz.

    Neben der Gewährleistung der Anlagensicherheit war für die Spezialisten für funktionale Sicherheit die hohe Anzahl der zu prüfenden Safety-Systeme die zentrale Herausforderung. Insgesamt wurden 61 HIMA-Sicherheitsteuerungen einer gründlichen Generalinspektion und Modernisierung unterzogen. Allein beim Ethylencracker wurden 26 Systemschränke auf „Herz und Nieren“ geprüft. Fünf Wochen lang waren die Ingenieure von HIMA in verschiedenen Teilanlagen der Raffinerie damit beschäftigt, alle bestehenden HIMA-Sicherheitssteuerungen gründlich zu überprüfen und zu modifizieren. Ebenso wurden die Sicherheitssteuerungen gemäß den neu durchgeführten HAZOP-Studien (Hazard and Operability Study) angepasst und erweitert, damit sie weiter zuverlässig die Verfügbarkeit und die funktionale Sicherheit der petrochemischen Produktion gewährleisten.

    Service unter Zeitplan

    HIMA begann bereits ein Jahr vor Turnaround beginn mit der Detailplanung. Alle Safety-Systeme mussten innerhalb des engen Zeitrahmens geprüft, teilweise modifiziert und am Ende wieder voll funktionsfähig sein. Dank akribischer Planung und hohem persönlichen Einsatz konnten die HIMA-Ingenieure am Ende die erforderlichen Arbeiten sogar schneller als geplant abschließen. Damit trugen sie dazu bei, dass der Turnaround der petrochemischen Anlagen in der Raffinerie Schwechat zum Erfolg wurde: Sieben Wochen nach Beginn der Abstellung konnte OMV die Produktion wie geplant sicher wieder hochfahren.

    „HIMA war beim Turnaround 2017 kompetenter und zuverlässiger Servicepartner. Die funktionale Sicherheit, die durch die HIMA-Sicherheitsteuerungen gewährleistet wird, ist für OMV von zentraler Bedeutung. Die petrochemische Anlage in Schwechat ist technisch hoch anspruchsvoll. Ein solcher Turnaround ist daher eine echte Herkulesaufgabe. Dies gilt insbesondere für die externen Partner, die sich komplett in die OMV-Welt reindenken und untereinander abstimmen müssen. Die termingerechte und professionelle Umsetzung der Service- und Modernisierungsmaßnahmen durch das HIMA-Team hat zum Gesamterfolg des Projekts beigetragen.“
    Fabio Lodigiani, Head of Safety Services, HIMA

    Die technischen Details

    Komplette Revision der Sicherheitssteuerungen
    Von HIMA wurden bei OMV im Rahmen des Turnarounds 2017 insgesamt 61 der in der Raffinerie Schwechat eingesetzten Sicherheitssteuerungen einer gründlichen Revision und Modernisierung unterzogen:
     

    • 42 Planar F- Systemschränke
    • 14 Planar 4-Systemschränke
    • vier HIQuad-Systeme
    • ein HIMatrix-Systeme


    Alleine im Ethylencracker sind 26 HIMA-Sicherheitssteuerungen im Einsatz, die inspiziert wurden::
     

    • 16 Planar F- Systemschränke
    • neun Planar 4-Systemschränke
    • ein HIMatrix-Systeme


    HIMA-Service und -Lösungen sorgen für hohe Sicherheit und Verfügbarkeit

    Höchstes Ziel ist es, Mensch, Anlagen und Umwelt wirksam zu schützen. Die Serviceleistungen von HIMA und die eingesetzten Sicherheitssteuerungen sorgen für einen sicheren Systembetrieb.

    • Experten-Know-how: Die Service-Spezialisten von HIMA wissen um die Bedürfnisse der Kunden und die speziellen Anforderungen der Anlagen. Service- und Modernisierungsarbeiten werden auch in übergreifenden Projektteams zuverlässig erledigt.
    • Service unter Zeitplan: Dank guter Planung konnte HIMA die Revision aller Sicherheitssteuerungen trotz der Komplexität des Projekts früher als geplant abschließen. Die Einhaltung der geplanten Stillstandzeiten führt zu einer hohen Kosteneffizienz.
    • Vorausschauendes Safety-Management: Der HIMA Service hat das gesamte Safety-Konzept der Anlage im Blick. Stillstände werden genutzt, um auf effiziente Weise die Sicherheitstechnik auf dem neuesten Stand zu halten und fit für die Zukunft zu machen.
    • Langzeitverfügbarkeit: Auch ältere Sicherheitslösungen wie Planar F sind bei HIMA im Rahmen von Wartung und Service langfristig verfügbar.
    • Höchste Sicherheit: TÜV- und SIL 3-zertifizierte HIMax- und HIMatrix-Sicherheitssteuerungen sorgen wie die SIL 4-zertifizierten Planar 4 Steuerungen für hohe Anlagenverfügbarkeit und Sicherheit.
    • Zukunftssicherheit: HIMA-Steuerungen erfüllen alle Anforderungen für die funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie (IEC 62443 und IEC 61511) und bieten einen effektiven Schutz vor der zunehmenden Bedrohung durch Cyber-Angriffe.

     

    ]]>
    DACH Chemie / Petrochemie Referenzen Planar F Planar4 HIQuad HIMatrix F HIMatrix M
    news-136 Fri, 13 Oct 2017 15:02:20 +0200 An der Digitalisierung der Prozessindustrie führt kein Weg vorbei https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/an-der-digitalisierung-der-prozessindustrie-fuehrt-kein-weg-vorbei Die Digitalisierung der Prozessindustrie nimmt verstärkt Fahrt auf: Auf dem Smart Process Manufacturing Kongress in Würzburg diskutieren die Teilnehmer über Konzepte und den richtigen Weg in die digitale Zukunft. Klar wurde: Die Rolle der digitalen Anlage im gesamten Anlagenlebenszyklus wird noch wichtiger als bisher. Die Digitalisierung der Prozessindustrie nimmt verstärkt Fahrt auf: Chemiebranche, Verbände und Zulieferindustrien diskutieren über Konzepte und den richtigen Weg in die digitale Zukunft. Erste Ergebnisse zeigen: Die Rolle der digitalen Anlage im gesamten Anlagenlebenszyklus wird noch wichtiger als bisher, aber es gibt viele weitere Aspekte, die an Bedeutung gewinnen.

    Eine Plattform zur Diskussion über die Digitalisierung im Anlagen-Lifecycle stellte der Smart Process Manufacturing Kongress in Würzburg. Schon in der Keynote von Dr. Thomas Steckenreiter (Samson) wurde deutlich: An der Digitalisierung der Prozessindustrie führt kein Weg vorbei: „Seit dem Jahr 2000 sind die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen aufgrund neuer digitaler Geschäftsmodelle verschwunden. Auch in einer Anlage wird es in Zukunft kein Produkt mehr geben, das nicht seinen Beitrag zur Digitalisierung leistet“, so der Referent.

    Digitalisierung als Herausforderung? Oder als Chance? Dr. Christian Bartsch von Linde dazu: „Wir reden bei Digitalisierung oft über Daten. Aber Digitalisierung ist ein Mindset, das Sie in Ihre Organisation tragen müssen.“ Es gehe also vielmehr darum, die Mitarbeiter auf die Digitalisierung einzustellen. Denn welches Unternehmen sich gänzlich dem Thema verschließe, werde – so der Tenor der Veranstaltung – über kurz oder lang vom Markt verschwinden.

    Standardisierte Informationen als Vorteile für Sicherheit

    Auch für die Sicherheit entstehen neue Anforderungen, die gleichzeitig neue Chancen bieten werden, so Christoph Kotsch aus dem DCS Competence Team der HIMA Paul Hildebrandt GmbH. Anlagenbetreiber könnten beispielsweise mit modularen Anlagen schneller, flexibler und sogar sicherer produzieren: Dank standardisierter Informationen und Schnittstellen erhöhe sich die Verfügbarkeit der Anlagen. Doch voll einsatzfähig seien die Module erst mit adäquaten Automatisierungslösungen, die über einheitliche Standards sowie Schnittstellen zur Integration von Modulen in ein Prozessleitsystem verfügen. Das vermeide im Sinne der Anwender proprietäre Insellösungen bzw. reduziere deren Anzahl.

    Klar wurde in den zwei Kongress-Tagen: Alle Unternehmen der Prozessindustrie müssen ihn meistern, den Spagat der Digitalisierung, die Chancen bietet, aber eben auch Gefahren. Die deutsche Industrie müsse sich stärker öffnen, Kooperationen und Partnerschaften suchen, forderten die Teilnehmer der abschließenden Podiumsdiskussion. Wenn alle ihr jeweiliges Spezial-Know-how einbrächten, ließen sich Erfolge erzielen. Ein konkretes Projekt gibt es bereits: BASF, SAP, Pepperl+Fuchs, SAMSON und Endress+Hauser haben erstmals eine offene und sichere Digitalisierungsplattform für die Prozessindustrie ins Leben gerufen. In dieser neuartigen Industrie 4.0-Lösung stehen sowohl statische als auch dynamische Daten von prozesstechnischen Feldgeräten zentral zur Verfügung und können zwischen Unternehmen oder Organisationen ausgetauscht werden – z. B., um vorausschauende Wartungskonzepte zu realisieren.

    Es bleibt spannend zu beobachten, wie die Entwicklung in den kommenden Jahren voranschreiten wird.

    ]]>
    DACH Öl & Gas Chemie / Petrochemie Events
    news-132 Tue, 10 Oct 2017 09:07:14 +0200 HIMA unterzeichnet strategisch wichtigen Bahnindustrie-Vertrag in Indonesien https://www.hima.com/de/rss-news-sucess-stories/article/hima-unterzeichnet-strategisch-wichtigen-bahnindustrie-vertrag-in-indonesien HIMA, führender unabhängige Anbieter smarter Safety-Lösungen, hat einen Vertrag mit PT Len Industri (Persero) abgeschlossen. Das indonesische Unternehmen im Staatsbesitz stellt Ausrüstung für den heimischen Schienenverkehr her, z.B. Signalsysteme für die Eisenbahnindustrie. HIMA wird Sicherheitslösungen für den Schienenverkehr in insgesamt 25 indonesischen Eisenbahnstationen implementieren. Für HIMA ist dies ein wichtiger strategischer Erfolg und der bisher größte Vertragsabschluss in der Bahnbranche im APAC-Raum. Im vergangenen Jahr hat HIMA sein Asien-Pazifik-Geschäft ausgebaut und in Singapur ein neues Regional Headquarters errichtet. Vom Drehkreuz Singapur aus treibt HIMA erfolgreich die regionale Wachstumsstrategie voran. Der Schienenverkehr ist in vielen Ländern die Lebensader der Industrie, und es gibt nur wenige Branchen, in denen ähnlich hohe, strenge Sicherheitsstandards gelten. Gleichzeitig sehen sich Unternehmen einem enormen Kostendruck ausgesetzt, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. HIMAs kosteneffiziente Commercial-Off-The-Shelf (COTS) Sicherheitssteuerungen entsprechen dem strengen Sicherheitsstandard SIL 4 nach CENELEC, dem europäischen Komitee für elektrotechnische Normung.

    „Für HIMA ist die Unterzeichnung des Bahn-Projekts mit PT Len Industri ein wichtiger strategischer Erfolg. Kunden in der Bahnindustrie weltweit unsere smarten COTS-Sicherheitslösungen anzubieten, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer erfolgreichen Strategie. Der neue Vertrag unterstreicht, dass wir nicht nur auf unseren Heimatmärkten, sondern auch im APAC-Raum auf dem richtigen Weg sind“, sagt Sedat Sezgün, Group Vice President Rail Segment bei HIMA.

    Ausschlaggebende Faktoren dafür, dass HIMA bei diesem Projekt mit einem Umfang von 1,8 Millionen Euro den Zuschlag erhielt, waren die offene Architektur des HIMA-Systems und die Tatsache, dass bei HIMA der Schwerpunkt absolut auf der Sicherheit liegt. PT Len Industri kann sich deshalb auf höchste Standards verlassen. Dank der offenen Architektur des Systems ist PT Len Industri in der Lage, die HIMA-Technologie nahtlos sowohl in seine eigenen, vorhandenen Systeme als auch in Technologien anderer Hersteller zu integrieren.

    HIMA hat standardisierte COTS-Sicherheitssteuerungen mit offener Architektur entwickelt, die Systemintegratoren und Endanwender unabhängig von anderen Anbietern in ihre eigenen Sicherheitssysteme integrieren können. Die Steuerungen lassen sich leicht installieren und Ersatzteile sind schnell verfügbar. COTS-Lösungen erlauben den Anwendern die Skalierung ihrer Systeme nach Bedarf, so dass diese dank ihres modularen Aufbaus nicht nur ihren aktuellen Anforderungen entsprechen, sondern auch an künftige Anforderungen angepasst werden können.

    „Seriengefertigte Sicherheitssteuerungen werden im Schienenverkehr immer mehr zum Standard, insbesondere für die Stellwerk- und Signaltechnik, und bieten erhebliche Vorteile gegenüber proprietären Technologien“, ergänzt Sezgün. „Die dezentralen Stellwerks- und Signalisierungssysteme bieten eine höhere Flexibilität und sind nicht mit unnötigen, übermäßig komplexen Funktionen befrachtet, wie dies bei proprietären Systemen häufig der Fall ist. Unsere smarten Steuerungen bieten maximale Sicherheit zu günstigen Kosten. Es steht zu erwarten, dass sich COTS-Lösungen in der indonesischen Bahnindustrie langfristig durchsetzen werden."

    Friedhelm Best, Vice President HIMA Asia Pacific, fügt hinzu: „Wir haben mehr als 40 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Sicherheitslösungen und verfügen über ein eigenes Spezialisten-Team, das die Bedürfnisse unserer Bahnkunden vollständig versteht. HIMA unterstützt nun die indonesische Eisenbahnindustrie mit Know-how, Motivation und viel Engagement."

    Die COTS-Sicherheitssteuerungen von HIMA sind schwingungs- und stoßbeständig und stehen in Versionen mit erweitertem Betriebstemperaturbereich zur Verfügung. Sie entsprechen den Anforderungen der EN 61373 Kategorie 1 Klasse B. Beide Systeme sind vom TÜV entsprechend den CENELEC-Normen EN 50126, EN 50128 und EN 50129 für einen Einsatz bis Sicherheitsstufe SIL 4 zertifiziert.

    ]]>
    Asien-Pazifik Bahn Pressemitteilung News Unternehmensnachrichten