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HIMA-basierte Signaltechnik bringt die Straßenbahnen der Stadt Luxemburg wieder auf die Schiene

Nach mehr als 50 Jahren Pause hat Luxtram die Straßenbahn der Stadt Luxemburg wieder in Betrieb genommen, die vom Flughafen bis zum Geschäftsviertel Cloche d'Or fahren wird. In der ersten Phase des Projekts wurden die Signalanlagen auf der 3,5 km langen Strecke zwischen dem Konferenz- und Ausstellungszentrum Luxexpo und der Haltestelle Pont Rouge erneuert. Statt herkömmlicher N.S1-Relais setzte der Betreiber der luxemburgischen Stadtbahn dabei auf ein neues Konzept auf Basis der Commercial-off-the-Shelf (COTS) Steuerungen von HIMA, um die hohen Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und die Taktung der Straßenbahn deutlich zu erhöhen.

Als die Busse in den 1960er Jahren immer beliebter wurden, ersetzten sie nach und nach die Straßenbahnen in Luxemburg Stadt. Dies führte dazu, dass dort 1964 der Straßenbahnverkehr eingestellt wurde. Die Reaktivierung des Netzes ist eine Maßnahme zur Bewältigung des hohen Berufspendleraufkommens in der Stadt, das sich nach Expertenschätzungen bis 2030 verdoppeln wird. Sicherheit hat bei dem Projekt oberste Priorität. Gleich an zweiter Stelle steht die Systemzuverlässigkeit, da zur Maximierung der Kapazität eine enge Taktung und möglichst kurze Fahrtzeiten der Straßenbahnen erforderlich sind.

Immer mehr Systemintegratoren und Bahnbetreiber weltweit setzen auf standardisierte, offene Sicherheitssysteme, um diese Anforderungen im urbanen Nahverkehr zu erfüllen. Die Experten des französischen Bahnunternehmens Mobility arbeiteten bei der Konzeption der technologischen Lösung eng mit dem deutschen Safety-Spezialisten HIMA zusammen. Durch den Einsatz moderner COTS-Steuerungen erfüllt das eingesetzte Signalsystem die hohen Sicherheitsanforderungen.
 
Einer der Hauptvorteile des Einsatzes von HIMA-Steuerungen ist die Möglichkeit, das gesamte Signalsystem zentral zu überwachen. Im Vergleich zu herkömmlichen Relais machen die COTS-Systeme den Straßenbahnverkehr in Luxemburg außerdem nicht nur sicherer, sondern auch wesentlich schneller. Denn ihre hohe Leistung ermöglicht es, die Zeitabstände zwischen zwei Straßenbahnen deutlich zu verkürzen. Nach Angaben des luxemburgischen Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur lag die durchschnittliche Zahl der Straßenbahnpassagiere an Wochentagen in den ersten beiden Betriebsmonaten bei rund 17.000 - mehr als doppelt so viele wie ursprünglich prognostiziert (8.400).

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts war der Erhalt des Stadtbilds. Durch den Einsatz der kompakten HIMA-Technologie konnte Luxtram im Gleisbereich erheblich Platz sparen: Die neuen Schaltschränke wurden in die Architektur der Haltestellen und Umsteigeplattformen integriert. An der Haltestelle LuxExpo wurde der Schaltschrank beispielsweise direkt am Gleis montiert. Auf diese Weise konnte Luxtram die erheblichen Kosten und Probleme vermeiden, die mit dem Einsatz konventioneller Technik verbunden sein können, da diese in der Regel den Bau eines ganzen Technikraums erfordert. Diese Technikräume stellen eine große Herausforderung für Stadtplaner dar, weswegen sie in dicht bebauten Gebieten oft nahe der Gleise unterirdisch angelegt werden.

„Wir haben beim Luxtram-Projekt erstmalig HIMA-Sicherheitssteuerungen eingesetzt“, sagt Stéphane Berthet, Business Unit Manager Light Rail Signaling bei Mobility. „Wir haben uns für sie entschieden, weil sie den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen und sich bereits in zahlreichen sicherheitskritischen Anwendungen bewährt haben.“

Luxtram konnte das eigentlich auf zwei Jahre angelegte Projekt sechs Monate früher abschließen als geplant. Die offenen, modularen COTS-Komponenten trugen dazu bei, die Lebenszykluskosten zu senken – sie waren einfach zu installieren und Software-Updates bei laufendem Betrieb sorgen dafür, dass sie immer auf dem neuesten Stand der Technik sind. „Dank der guten Zusammenarbeit mit den Safety-Spezialisten von HIMA konnten wir das Projekt zügig abschließen und ein zukunftssicheres sowie einfach zu bedienendes Signalsystem realisieren“, erklärt Berthet.

Lesen Sie die ganze Geschichte hier: https://www.hima.com/de/unternehmen/news/artikel/nach-mehr-als-50-jahren-pause-die-tram-faehrt-wieder-mit-mobility-hima/

Kompakte Schaltschränke können überdimensionale Technikräume ersetzen und lassen sich an den Haltestellen und Bahnsteigen problemlos in die Architektur integrieren. Image © Mobility
Die Straßenbahn bei ihrer Einweihung am 10. Dezember 2017. Die Straßenbahn fährt wieder durch die luxemburgische Hauptstadt. Image © Luxtram / Henri Goergen
2018 ist Jubiläumsjahr für HIMA: Der 1908 gegründete Safety-Spezialist hat Sicherheitsstandards jahrzehntelang maßgeblich mitgestaltet sowie Innovationen und damit den Markt selbst vorangetrieben. Mit 110 Jahren Erfahrung im Rücken entwickelt HIMA Lösungen für das digitale Industriezeitalter und ist bereit für die Herausforderungen der Zukunft.

Über HIMA
Die HIMA Gruppe ist der weltweit führende unabhängige Anbieter smarter Safety-Lösungen für die Industrie. Mit global mehr als 35.000 Installationen TÜV-zertifizierter Sicherheitssysteme gilt HIMA als Technologieführer der Branche. Die spezialisierten Ingenieure des Unternehmens entwickeln individuelle Lösungen, mit denen Kunden im digitalen Zeitalter die Funktionale Sicherheit erhöhen, Cybersecurity stärken und die Rentabilität ihrer Anlagen und Fabriken steigern. Seit mehr als 45 Jahren gilt HIMA als verlässlicher Partner der weltgrößten Unternehmen der Öl-, Gas-, Chemie- und energieerzeugenden Industrie. Sie alle vertrauen auf Lösungen, Services und Beratungsleistungen von HIMA, stellen so einen unterbrechungsfreien Betrieb ihrer Anlagen sicher und schützen ihre Wirtschaftsgüter, ihre Mitarbeiter und die Umwelt. Zum HIMA-Portfolio gehören smarte Safety-Lösungen, die Daten in geschäftsrelevante Informationen umwandeln und damit zu höherer Sicherheit und Anlagenverfügbarkeit beitragen. Darüber hinaus bietet HIMA umfassende Lösungen für die effiziente Kontrolle und das Monitoring von Turbomaschinen (TMC), Brennern und Kesseln (BMC) und Pipelines (PMC). In der globalen Bahnindustrie sind die CENELEC-zertifizierten SIL 4-Safety-Controller auf COTS-Basis von HIMA führend in puncto Funktionaler und IT-Sicherheit sowie bei der Rentabilität. Das 1908 gegründete Familienunternehmen mit Hauptsitz in Brühl in Deutschland ist heute an mehr als 50 Standorten weltweit vertreten. Rund 800 Mitarbeiter erwirtschaften dabei einen Umsatz von €126 Millionen (2016). Erfahren Sie mehr unter: www.hima.com

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