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Ichthys: HIMA-Ingenieure sichern Erdgas-Megaprojekt

HIMax- und Planar4-Steuerungen sichern die hochmodernen Förder- und Produktionsanlagen von INPEX im Ichthys-Feld vor Australien.

Modulares Mammut-Projekt

Automatisierungstechnik von HIMA sorgt dafür, dass bei dem Mega-Erdgasförderprojekt „Ichthys“ des japanischen Energieunternehmens INPEX vor der Küste Australiens von Produktionsbeginn an alles reibungslos funktioniert.

Die modular konzipierte HIMA-Lösung umfasst die Systeme für Emergency-Shutdown (ESD), Fire and Gas (F&G) sowie Überdrucksicherheit (HIPPS). Zum Lieferumfang gehören darüber hinaus das Cyber Security- und Netzwerk-Management für die entsprechende Hardware. Auch die funktionale Vernetzung mit allen relevanten Anlagenbereichen war Teil der Lösung. Während das ESD- sowie das Feuer- und Gassystem auf HIMax-Sicherheitssteuerungen mit SIL-3-Einstufung basieren, kommt bei dem HIPPS-System die SIL-4-konforme Hardware Planar4 zur Anwendung.

Globales Teamwork entscheidender Erfolgsfaktor

Die globale Koordination einerseits und die lokale Zusammenarbeit andererseits waren maßgeblich für die erfolgreiche Umsetzung des größten Auftrags der Firmengeschichte. Sicherheitsexperten von HIMA haben über mehrere Jahre alle Schritte geplant und vorbereitet, die für einen erfolgreichen Produktionsbeginn und sicheren Betrieb der Anlagen notwendig sind.

Um den engen Zeitplan einhalten zu können, arbeitete das globale Projektteam über Ländergrenzen und kulturelle Unterschiede hinweg lokal in Singapur mit weiteren beteiligten Auftragnehmern zusammen. Ohne das von Brühl aus koordinierte weltweite Projektmanagement hätten die langjährig ineinandergreifenden Prozessschritte nicht erfolgreich umgesetzt werden können.

"Complex large projects such as Ichthys require the efficient cooperation of all partners and suppliers on a global scale. The HIMA safety solutions in accordance with SIL 3/SIL 4 and safety-related networking in combination with professional project management were fundamental for the safe and profitable operation of our systems."
Jerome Combes, INPEX ICSS Core Team Manager

Die technischen Details

Beim Ichthys Mega-Projekt lieferte HIMA insgesamt 430 Schaltschränke mit Sicherheitstechnik, einschließlich der Schutzeinrichtungen für die weltweit größte Halbtaucher-Plattform, die sogenannte CPF (Central Processing Facility), die zentrale Verarbeitungsanlage an Land und für das als schwimmende Produktions-, Lager- und Umschlageinheit dienende Schiff (Floating Production Storage and Offloading facility, FPSO). Die eingesetzten HIMax-Systeme sind konform mit den Normen IEC 61508 und IEC 61511 und erfüllen die Anforderungen gemäß SIL 3. Planar4, das beim hochkritischen High Integrity Pressure Protection System (HIPPS) zum Einsatz kommt, ist das einzige Safety-System weltweit, das gemäß IEC 61508 bis SIL 4 eingesetzt werden darf. Die integrierten Diagnoseroutinen gewährleisten eine schnelle Fehlersignalisierung und eine einfache Störungsbeseitigung – auch ohne geschultes Personal. In Verbindung mit den Kommunikationsoptionen ist eine Ferndiagnose möglich. Darüber hinaus führte HIMA die Funktionstests des kompletten integrierten Kontroll- und Sicherheitssystems an insgesamt über 1.200 Schaltschränken durch.

Die Onshore- und Offshore-Anlagen sowie die Pipeline sind an insgesamt 25.000 sicherheitsgerichtete Ein- und Ausgabepunkte angeschlossen. Die sichere Vernetzung erfolgt über das HIMA-eigene Protokoll safeethernet. Das Cybersicherheits- und Netzwerkmanagement schließt die Installation der zugehörigen Hardware sowie Komponenten wie Rauchmelder für die Aufenthaltsquartiere der Mitarbeiter mit ein. Auch zahlreiche Workstations und Server mit zusätzlichem Recovery-System sind Bestandteile des Ichthys-Auftragsvolumens.

HIMA-Lösung sorgt für hohe Sicherheit und Verfügbarkeit

Bei Großanlagen wie „Ichthys“ haben Sicherheit und Verfügbarkeit höchste Priorität – Mensch, Umwelt und Anlagen müssen wirksam geschützt werden. In den INPEX-Anlagen ermöglichen HIMax- und Planar4-Sicherheitssteuerungen einen unterbrechungsfreien Systembetrieb, was zu einer erhöhten Anlagenverfügbarkeit und Produktivität beiträgt.

  • Höchste Sicherheit: TÜV-zertifizierte HIMax- (SIL 3) und Planar4-Systeme (SIL4) schützen effektiv Mitarbeiter und Anlagen
  • Cybersecurity: Vernetzung via safeethernet und verdrahtetes Planar4-System minimieren Risiko von Cyberattacken
  • Nahtlose Integration: Hardware- und Softwareteilfunktionen wurden bereits im Vorfeld für das Leitsystem von INPEX entwickelt, integriert, getestet und validiert
  • Effizientes Projektmanagement: Globales Team sorgt trotz gigantischer Projekt-Dimension für pünktliche Lieferung
  • Alles aus einer Hand: Globales Team plante, koordinierte und lieferte die funktionale Sicherheitsarchitektur für das Megaprojekt (ESD, HIPPS, F&G)
  • Kosteneffizienz: modularisierte und standardisierte Steuerungen bieten Kosteneffizienz bei gleichzeitig hoher Fertigungsqualität sowie vergleichsweise kurze Liefer- und Installationszeiten
Die zentrale Verarbeitungsanlage Off-shore, Südkorea, September 2015. Alle Fotos: © INPEX

Hintergrund: Über Ichthys

Das Ichthys-Feld stellt die umfangreichste Entdeckung von Erdgasvorkommen in Australien seit mehr als 40 Jahren dar. Es wird von INPEX erschlossen, dem größten japanischen Unternehmen zur Förderung und Produktion von Öl und Gas. Zur Förderung und Verarbeitung der enormen Ressourcen errichtete INPEX einige der weltweit modernsten Offshore- und Onshore-Anlagen sowie eine 890 km lange Pipeline, die zum Onshore-Anlagenteil in Darwin führt. Das Anfahren der kompletten Anlage ist für das dritte Quartal 2017 geplant. Dann sollen 8,9 Millionen Tonnen Erdgas jährlich gefördert werden.

Ihr Kontakt zu HIMA

Daniel Plaga
+49 (0) 6202 709 405
Public Relations Manager

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