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Rail 4.0: Die digitale Transformation in der Bahnbranche

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In der Bahnindustrie werden Prozesse und Komponenten zunehmend digital. Dabei bilden Sicherheitssteuerungen noch immer die Basis von kritischen Anwendungen wie Bahnübergängen, Stellwerken und Schienenfahrzeugen. Sedat Sezgün, Group Vice President Segment Rail bei HIMA, über die Vorteile von Commercial-off-the-Shelf-(COTS-)Steuerungen im digitalen Zeitalter.

Herr Sezgün, vor allem in Ballungszentren steigen immer mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel um. Gleichzeitig stehen Betreiber unter hohem Kostendruck, weil Infrastruktur-Budgets sinken und Kosten für die Modernisierung steigen. Wie kann die Bahnbranche auf diese Herausforderungen reagieren?

Sedat Sezgün: Wir raten Bahnbetreibern zu offenen Commercial-off-the-Shelf-Systemen. Die Steuerungen sind seriengefertigt und finden ihren Einsatz in verschiedenen Industriezweigen. Aufgrund von offenen Schnittstellen lassen sie sich bedarfsgerecht aufbauen. Sie bestehen aus standardisierten Komponenten und sind deshalb deutlich kostengünstiger als proprietäre Systeme.

Viele Bahnbetreiber setzen noch immer auf proprietäre Systeme. Warum sollten sie auf COTS-Lösungen umsteigen?


Proprietäre Sicherheitstechnik ist häufig überdimensioniert. Wer auf COTS-Lösungen setzt, entscheidet sich für mehr Flexibilität, zum Beispiel wenn es um die Wahl der Lieferanten für Komponenten geht. Auch Ersatzteile sind weltweit schnell verfügbar und einfach zu installieren. Unsere Sicherheitssteuerungen HIMax und HIMatrix ermöglichen das – und sind zudem im Vergleich mit herkömmlicher Technik kostengünstiger. Mit COTS-Lösungen von HIMA sichern Sie elektronische Stellwerkstechnik, Bahnübergänge, sensorüberwachte Türöffnungssysteme, elektronisch gesteuerten Gleit- und Schleuderschutz, Sicherheitsfahrschalter und Fernsteuerungen – und machen sie zudem zukunftsfit.

Unternehmen müssen ihre Anlagen und Produkte heute auch vermehrt vor Cyberattacken schützen. Was können Bahnbetreiber dagegen tun?


Sie sollten die menschlichen Zugriffsmöglichkeiten auf Systeme weitestgehend beschränken und Sicherheitssysteme aufsetzen, die in sich geschlossen sind. Steuerungen von HIMA kommen dem entgegen, weil auf ihnen ein eigenes Betriebssystem für die sicherheitsgerichteten Anwendungen läuft. Dieses umfasst alle typischen Funktionen einer Sicherheits-SPS, verzichtet aber auf weitere Funktionalitäten. Daneben laufen in unseren Steuerungen Prozessleitsystem und Sicherheitssystem unabhängig voneinander. Das heißt, selbst wenn der Kommunikationsprozessor attackiert wird, läuft der Betrieb sicher weiter.

Viele Bahnnetze sind veraltet und erfordern umfassende Modernisierungsmaßnahmen. Wie wird der Schienenverkehr fit für die Zukunft?

Damit die Bahnindustrie dauerhaft im Wettbewerb mit Verkehrs- und Transportsystemen bestehen kann, empfehlen wir, die veraltete Technik durch effizientere, automatisierte Prozesse zu ersetzen. Zum Beispiel durch kostengünstige COTS-Steuerungen von HIMA. Sie können in fast allen Industrien eingesetzt werden, weil sie den Vorteil haben, dass ihr Betriebssystem mit allen wichtigen Kommunikationsprotokollen Schnittstellen bietet. Darüber hinaus nutzt das vollintegrierte Konfigurations-, Programmier- und Diagnose-Tool SILworX alle industrieüblichen Programmiersprachen. Außerdem bietet es Cybersicherheit: Es schützt vor Manipulationen und Bedienfehlern und verhindert unerlaubte Zugriffe auf kritische Funktionsbausteine.

Sedat Sezgün, Group Vice President Rail Segment bei HIMA, Bild © HIMA

Ihr Kontakt zu HIMA

Daniel Plaga
+49 (0) 6202 709 405
Public Relations Manager

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